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  • Neue Lieblingsserie: Nach “Rory” kommt “Walter”

    An anderer Stelle habe ich ja schonmal über meine verzweifelte Suche nach einer neuen Lieblingsserie geschrieben. Inzwischen sind mir sechs sympathische “Friends” über den Weg gelaufen (Schon klar: Auf die Idee hätte ich auch schon vor gefühlt zwanzig Jahren kommen können. Ich hab trotzdem erst eingeschaltet, seit mir ein wandelndes Zitatebuch und Coutney-Cox-Lookalike gegenüber sitzt!), hab etwas Zeit mit dem legen – wartet – dären “Barney” und seiner Clique verbracht und im Geiste mit dem zwielichtigen “Nucky Thompson” gegen fiese Machenschaften in Atlantic City gekämpft. Und was soll ich sagen: Die “Gilmore Girls” konnten sie alle nicht ersetzen. Bis ich es mit “Breaking Bad” versucht habe (Ich bin eben ein Spätzünder was Serien angeht)  – und nach der ersten Folge süchtig geworden bin.

    Die Serie um den an Lungenkrebs im Endstadium erkrankten Familienvater und seinen Weg in die Drogen-Szene gefällt mir nach mittlerweile fast zwei geguckten Staffeln auf vielen Ebenen. Da wären zum Beispiel …

    die Charaktere: Hauptdarsteller “Walter White” unterrichtet als überqualifizierter Chemie-Lehrer an einer Highschool und hadert auch Jahre nachdem er den großen Karriere-Sprung verpasst hat mit seinem Schicksal. Immer an sich zweifelnd und unzufrieden mit der Entwicklung seines Lebens bemüht er sich trotzdem um seine Schüler, kümmert sich um seine jüngere Frau und den körperlich behinderten Sohn. Aber er  ist auch ein Eigenbrötler, einer, der Dinge gern für sich behält. Und so dauert es Wochen, bis er seiner Familie von dem Tumor in seiner Lunge erzählt. Ehefrau und Sohn (brillant gespielt von RJ Mitte) bleiben zunächst zwar etwas an der Oberfläche, ergänzen “Walt” aber perfekt und haben durchaus Potenzial. Und dann wären da ja auch noch “Walts” Ex-Schüler und mittlerweile Partner in Crime (dazu komme ich gleich noch) “Jesse Pinkman” mit  stets irrem Blick und Hang zur großen Katastrophe, “Walters” kleptomanische Schwägerin” Marie Schrader” und dessen kumpelhafter und auf den ersten Blick herzensguter Ehemann “Hank”.

    Früher waren sie Lehrer und Schüler, heute sind sie kriminelle Partner: “Jesse Pinkman” und “Walter White”.

    die Geschichte: Chemielehrer “Walt” bricht nach seiner schlimmen Krebsdiagnose aus seinem biederen Familienleben aus, um mit dem Junkie und Dealer “Jessie” die Droge Crystal Meth herzustellen und zu verkaufen. Das verdiente Geld soll nach seinem Tod seiner Familie zugute kommen. Doch was als schräge, aber irgendwie auch heldenhafte Idee beginnt, artet immer weiter aus: Schon in den ersten Folgen gibt es Tote und “Walt” gefällt sein Doppelleben als Krimineller viel zu gut. Klingt abgefahren? Ist es auch, und genau deshalb funktioniert “Breaking Bad”.

    Ein abgebrühter Gangster ist “Walt” trotz seines Doppellebens noch lange nicht und so kommt auch die Situationskomik nicht zu kurz: Wenn er sich seinen beigen Stoffhosen entledigt, um wegen des verräterischen Geruchs in Unterhose und mit freiem Oberkörper Meth kocht, oder sein Partner bei dem Versuch, eine Leiche zu entsorgen fast sein Haus zum Einsturz bringt, muss ich auch alleine auf dem Sofa laut lachen.

    die Abgründe: Ein auf den ersten Blick einfacher Lehrer, der mit Drogen zu tun hat und seine Frau hintergeht, eine Ärztin, die Schmuck klaut und ein verkannter Schulabbrecher, der meistens zugedröhnt im Wohnzimmer hockt. “Breaking Bad” guckt hinter die Fassade und deckt Abgründe auf, wo man gar keine vermutet. Das sind Kleinstadtgeschichten mal anders und ich muss sagen: “Walter White”, du bist meine neue “Rory Gilmore”!

    Von wegen Familienidyll: An diesem Tisch sitzt mindestens ein Krimineller. “Walter White” (ganz rechts) mit seinem Sohn “Walt Jr.”, Schwager “Hank”, Ehefrau “Skyler” und Schwägerin “Marie” (im Uhrzeigersinn).

    gepostet von
    andrea


    JUN 2013
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