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  • “The Last Ship” – Augenschmaus mit wenig Tiefgang

    Eric Dane spielt als Captain Tom Chandler die Hauptrolle in “The Last Ship”. Foto: facebook.com/TheLastShipTNT

    7,4 Millionen US-Zuschauer sahen am 22. Juni die erste Folge der Endzeit-Serie “The Last Ship”. Die Premiere der vom US-Sender TNT produzierten Serie ist damit der bisher beste Serienneustart des Jahres im amerikanischen Kabelfernsehen. In Deutschland startet “The Last Ship” am 15. Juli auf TNT Serie im Zweikanalton in englischer und deutscher Sprache. Die zehn 45-minütigen Folgen sind immer dienstags um 21 Uhr zu sehen.

    Darum geht’s …

    “The Last Ship” spielt in einer nahen Zukunft, in der ein Großteil der Menschheit einer Viruserkrankung zum Opfer gefallen ist. Unter den Überlebenden herrscht Chaos, Regierungen existieren nicht mehr, Krieg und Zerstörung haben die Erde verwüstet. Im Mittelpunkt der zehnteiligen Serie steht die Crew des Zerstörers “U.S.S. Nathan James” unter dem Kommando von Captain “Tom Chandler” (Eric Dane, “Wunderbare Jahre”,”Grey’s Anatomy”) und seinem ersten Offizier “Mike Slattery” (Adam Baldwin, “CSI:NY”, “Transformers:Pride”). Da die “Nathan James” vier Monate unter Funkstille auf Manöverfahrt in der Arktis kreuzte, blieben der Ausbruch und die Ausbreitung der Seuche und ihre Folgen von der Mannschaft unbemerkt. Erst als das Schiff von Unbekannten angegriffen wird, erfährt Captain Chandler die Wahrheit. Mit an Bord befindet sich die Wissenschaftlerin “Rachel Scott” (Rhona Mitra, “Nip/Tuck”, Stargate Universe”), die ohne Wissen des Captains an einem Impfstoff arbeitet und kurz vor dem Durchbruch steht. Die “Nathan James” und ihre Mannschaft sind damit die vielleicht letzte verbliebene Hoffnung der Menschheit auf eine Eindämmung der Seuche. “The Last Ship” beruht auf dem gleichnamigen Buch von William Brinkley.

    Das bringt’s …

    Rhona Mitra versucht als Wissenschaftlerin Rachel Scott ein Gegenmittel zu finden, um die Menschheit vor einer Pandemie zu retten. Foto: facebook.com/TheLastShipTNT

    “The Last Ship” ist ein Augenschmaus für alle, die auf Action stehen – das garantiert schon der Name von Michael Bay, der als Produzent hinter der Serie steckt und bereits Blockbuster wie “Pearl Harbor” oder die “Transformers”-Reihe zu verantworten hat. Die Special Effects sind kinofilmtauglich, die Schnitte rasant und der Sound nicht selten satt mit dem brachialen Geknatter von Maschinengewehren unterlegt. Wer bei dieser Serie allerdings Tiefgang erwartet, wird enttäuscht. Die Figuren, allen voran der kantige, aber gütige Captain “Tom Chandler” und die kratzbürstige, aber ums Wohl der ganzen Menschheit besorgte Wissenschaftlerin “Rachel Scott” wirken sehr holzschnittartig. Ansonsten fährt “The Last Ship” streng auf Kurs mit einem amerikanischen Patriotismus der militärischen Art. Der Glaube an eine unhinterfragbare Hierarchie und eine funktionierende Befehlskette sind fest verankert. Und auch wenn die Welt im Chaos einer Pandemie versinkt, der Besatzung der “U.S.S. Nathan James” lauern die wohlbekannten Feinde auf. Bereits in der zweiten Folge müssen sich die Besatzungsmitglieder mit ausgebrochenen Islamisten aus dem Gefangenelager Guantanamo herumschlagen – und in Sichtweite liegen schon die Russen in ihren schmuddeligen Schiffen bereit, die blitzblanke “U.S.S. Nathan James” anzugreifen. Wer bei “24” oder “Homeland” auf seine Kosten kam, dem könnte auch “The Last Ship” gefallen. Alle anderen können diese Serie mit gutem Gewissen umschiffen.

    gepostet von
    patrick


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    JUL 2014
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    5 Kommentare zu ““The Last Ship” – Augenschmaus mit wenig Tiefgang

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