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  • Archiv für die Kategorie: ‘Krankenhausserien’

    Stars machen Serie

    Teamwork: Kate Walsh und ihr Freund Chris Case haben ein gemeinsames Serienprojekt.

    Für Kate Walsh waren Serien ein Glücksgriff: Nach ihrem Erfolg als “Dr. Addison Montgomery” bekam die Ex von McDreamy mit “Private Practice” gleich eine eigene Arzt-Serie zur Verfügung gestellt. Ich hab mich damals gewundert, dass das sofort so gut funktionierte. Zugegebenermaßen bin ich dann auch gelegentlich in der noblen Privatpraxis hängen geblieben – an “Grey’s Anatomy” kam das Spin-Off für mich aber nie ran.

    Jetzt ist nach der sechsten Staffel Schluss, aber Kate Walsh weiß sich zu helfen: Die Schauspielerin will dem Serien-Business auf eine neue Art und Weise treu bleiben. Gemeinsam mit ihrem Freund – einem Drehbuchautor -  hat sie eine Sitcom geschrieben und dem Sender NBC verkauft. Das Projekt basiere lose auf ihrem Leben:  Im Mittelpunkt stehen die Problematiken einer Patchworkfamilie, wenn ein Partner Kinder in eine Beziehung mitbringt. Walsh selbst ist kinderlos, während ihr Freund bereits Nachwuchs hat.

    Auch Zach Braff hat ein eigenes Serienprojekt in Planung.

    Fans von “Addison Montgomery” werden aber enttäuscht sein, dass sie für die neue Sitcom nicht vor der Kamera stehen wird, sondern als Produzentin arbeiten will.

    Sie ist übrigens nicht die einzige, die den Arztkittel ablegt und sich die Produzenten-Mütze aufsetzt: “Scrubs”-Arzt Zach Braff hat ebenfalls eine eigene Serie am Start. Bei ABC soll bald “Garage Bar” zu sehen sein – und auch hier könnte Braff aus seinem eigenen Leben geschöpft haben: Es geht um eine Gruppe von Freunden, von denen einer plötzlich zum Popstar aufsteigt. Zach Braff ist gleichzeitig als Produzent, Regisseur und Autor für das Projekt verantwortlich. Ich freu mich sehr darauf, weil ich seinen Kinofilm “Garden State” damals schon ganz toll fand.

    Bis es etwas von den neuen Serien zu sehen gibt, müssen wir uns aber noch gedulden: Erst müssen die Pilotfolgen gedreht werden, dann heißt es abwarten, ob die Sender die neuen Projekte auch wirklich aufgreifen.

    Seid Ihr traurig über das Ende von “Private Practice”? Und wollt Ihr die neuen Projekte von Zach und Kate sehen?

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    sarah


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    November
    9

    McSteamy will gehen

    Bei “Grey’s Anatomy” bahnt sich der nächste Abschied an – und dieses Mal hat er ein “Mc” davor: Eric Dane alias “McSteamy” wird die Serie in der neunten Staffel verlassen. Mit ihm legt einer der beliebtesten “Grey’s”-Ärzte den OP-Kittel ab. Danes “Dr. Mark Sloan” hat die Fans seit seinem ersten Auftritt – nur mit einem Handtuch bekleidet – sechs Staffeln lang bestens unterhalten.

    “McSteamy” wird bei “Grey’s Anatomy” aussteigen- schluchz!

    Es heißt, Dane geht auf eigenen Wunsch – und das hoffe ich auch für ihn. Privat hat er nämlich im vergangenen Jahr Schlagzeilen gemacht, als er sich freiwillig in eine Entzugsklinik einweisen ließ. Offenbar musste er eine Medikamentenabhängigkeit bekämpfen, Gerüchte über Alkoholprobleme machten die Runde. Doch die Statements von der “Grey’s Anatomy”-Chefin Shonda Rhimes und ihm selbst wirken sehr freundschaftlich – da wurde wohl niemand gefeuert. Vielleicht will sich Dane einfach stärker auf seine Filmkarriere konzentrieren, wie es seine Kollegin Katherine Heigl bereits vorgemacht hat.

    Nach dem dramatischen Finale der achten Staffel wird “Dr. Sloan” nur noch für einige Folgen in der neunten Staffel zu sehen sein, dann ist endgültig Schluss. Im Mai erst wurde bekannt, dass sämtliche Hauptdarsteller, die von Anfang an dabei waren, für zwei weitere Jahre unterschrieben haben – es könnte also insgesamt zehn Staffeln geben. Eric Dane gehörte jedoch nicht zu den alten Hasen. Seinen sexy “McSteamy”-Auftritt hatte er erst in der zweiten Staffel aber danach war den Machern klar: “Dr. Sloan” muss bleiben! Schade, dass nun der Abschied naht.

    Werdet Ihr “McSteamy” auch vermissen?

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    sarah


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    Juli
    27

    Nachschlag von McDreamy

    Happy End für Meredith und Derek? Na, hoffentlich!

    Was haben wir für Ängste ausstehen müssen, als Patrick Dempsey letztes Jahr verkündete, er werde bald bei “Grey’s Anatomy” aussteigen. Zwar wurde alles schnell relativiert, doch so richtig sicher konnte man sich nicht sein, dass “McDreamy” nochmal in den OP-Kittel schlüpft.

    Nun ist es offiziell: Sowohl Patrick Dempsey als auch Ellen Pompeo, Sandra Oh, Justin Chambers, James Pickens Jr. und Chandra Wilson haben für zwei weitere Staffeln unterschrieben. Wurde auch Zeit,  schließlich haben die verbleibenden Original-Hauptdarsteller schon seit über einem Jahr ihre Verträge verhandelt.

    Justin Chambers alias "Alex Karev" könnte doch ein Wiedersehen mit "Izzie Stevens" bekommen!

    Die Macher hätten auch nach all dem Drama der vergangenen acht Staffeln unmöglich “Meredith” und “Derek” durch Unfall/Krankheit/Eifersuchtsstreit/Wasauchimmer trennen können. Ein bisschen Happy-End muss doch selbst bei “Grey’s Anatomy” möglich sein, bitte!

    Mein Lieblingscharakter ist mittlerweile übrigens “Dr. Alex Karev”, der könnte mal wieder eine schöne Story bekommen. So wie mit Izzie damals. Apropos: Ich würde mich über einen Gastauftritt von Katherine Heigl freuen – und Ihr?

    Aber nach zehn Staffeln darf dann von mir aus auch Schluss sein. Ich bin zwischendurch komplett ausgestiegen, weil es einfach unerträglich dicht an Dramen und Schicksalsschlägen wurde…

    Freut Ihr Euch über die zwei weiteren Staffeln “Grey’s Aanatomy”?

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    sarah


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    Mai
    11

    Bye-Bye, Gretchen Haase!

    Seit gestern ist es offiziell – “Doctor’s Diary” kommt nicht mehr zurück! Die Begründung ist ironisch: Die Serie war schlicht zu erfolgreich, die Macher und vor allem die Stars wie Florian David Fitz oder Diana Amft haben sich dadurch andere Projekte sichern können. Auch wenn ich ein großer Fan von Dr. Meier und Co. bin,  finde ich die Entscheidung richtig. Das Finale der dritten Staffel hatte bereits ein eindeutiges Happy End – wo hätte man da noch ansetzen wollen? Und auch wenn die dritte Staffel rein von den Quoten her auch die erfolgreichste war – ich persönlich fand, dass sie etwas an Fahrt verloren hatte. Vor allem die Quarantäne-Story der ersten Folge war mir eine Spur zu überdreht und insgesamt wurde der Spannungsbogen mit zu vielen Handlungssträngen überladen.

    Doctors Diary

    Trotzdem: Es ist toll, dass “Doctor’s Diary” der deutschen Serienlandschaft Figuren wie die herrlich verschüchterte Schwester Sabine, den Wiener-Schmäh-ausschüttenden Dr. Knechteldorfer oder die Arztroman-Autorin Elke Fisher geschenkt hat. Und wer sich nochmal verabschieden will, der kann das jetzt bei RTL tun: Hier gibt es die letzte Folge kostenlos im Netz.

    Werdet ihr “Doctor’s Diary” vermissen? Hättet Ihr auch noch eine vierte Staffel angeschaut?

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    sarah


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    Oktober
    20

    Juhu: Die Ärzte kommen!

    Diese Woche will ich mich endlich meinem liebsten Seriengenre widmen: den Arzt- bzw. Krankenhausserien. Ich kann zwar überhaupt kein Blut sehen, trotzdem freu ich mich immer, wenn die Ärzte kommen (meinen absoluten Lieblinge sind “Scrubs” und “Doctor’s Diary”)! Ich will euch heute zwei sehr unterschiedliche Exemplare vorstellen: “Hart of Dixie” und “Nurse Jackie”.

    “Nurse Jackie” läuft bis jetzt nur in Österreich aber am 30. September erscheint die erste Staffel in Deutschland auf DVD, “Hart of Dixie” ist gerade in den USA auf dem Sender “CW” angelaufen. Ich mag beide, deshalb hier meine kleine Einschätzung:

    Nurse Jackie

    “Robin-Hood”-ähnliche Krankenschwester lässt im Krankenhaus ihre Art von Gerechtigkeit walten und bekämpft den Alltag mit außerehelichen Affären und seeeehr vielen kleinen Pillen.

    Weg mit dem Ohr: Nurse Jackie macht, was ihr gefällt.

    Blutfaktor:

    Zwischendurch recht hoch: Schreiende Patienten, blutüberströmte Unfallopfer, eklige Krankenfälle – “Nurse Jackie” ist nichts für die ganz zart Besaiteten. Ich finde es aber aushaltbar, bei “Grey’s Anatomy” muss man ja auch manchmal die Augen schließen – ich zumindest!

    Für Fans von:

    “Six Feet Under” (makaber, aber tolle Bildästhetik), “Scrubs” (viel skurriler Humor und Jackie erinnert gelegentlich an den resoluten Dr. Cox), “Sopranos” (alleine schon wegen Edie Falco, aber auch wegen der düsteren Grundstimmung), “Grey’s Anatomy” (auch hier gibt es Sex in der Besenkammer)

    Stars:

    Schon bei den “Sopranos” hat Edie Falco meine Lieblingsrolle gespielt und für “Nurse Jackie” hat sie 2010 den Emmy bekommen – die Frau ist einfach sehenswert! Peter Facinelli kenn ich persönlich sowieso nur als Arzt: Wie schon bei “Twilight” steht ihm auch hier der Doktorkittel ganz gut!

    Fazit:

    “Nurse Jackie” ist faszinierend makaber, macht Spaß und bringt Suchtpotential mit sich. Und ist endlich mal wieder eine Krankenhausserie, die auch Männern gefallen könnte!

    Hart of Dixie

    Junge ehrgeizige Ärztin aus New York zieht aufs Land nach Alabama und muss sich dort mit den Tücken der Dorfbewohner und der Liebe herumschlagen

    Dr. Zoe Hart wagt den Umzug aufs Land.

    Blutfaktor:

    Ziemlich gering: In der ersten Folge näht Dr. Hart eine Wunde an einer Hand und lässt einen alten Mann einen Augentest machen. Wenig Drama in Alabama…

    Für Fans von:

    Voice-Over-Erzählung (ist wirklich auffallend viel…), “Dawson’s Creek” (idyllische Landschaften), “The O.C.” (Rachel Bilson!),  “Gilmore Girls” (Die Bewohner von Bluebell haben Ähnlichkeit mit der Stars-Hollow-Gemeinde)

    Stars:

    Ich hatte Rachel Bilson natürlich noch als “Summer” aus “O.C., California” in Erinnerung und konnte sie mir kaum als junge Ärztin vorstellen. Bilson passt aber erstaunlich gut zur Rolle der Dr. Zoe Hart: Sie bringt genügend Coolness mit, um als New Yorkerin durchzugehen und ist gleichzeitig aber sympathisch genug, um in der Landidylle nicht fehlplaziert zu wirken.

    Fazit:

    “Hart of Dixie” könnte sich zu einer Frauen-Lieblingsserie entwickeln, die man gerne mit der besten Freundin schaut. Und mit Scott Porter ist auch ein gutaussehender Love-Interest für die Heldin vorhanden.

    Welche Arztserien schaut Ihr am liebsten? Mögt Ihr “Nurse Jackie” und “Hart of Dixie”?

    gepostet von
    sarah


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    September
    29

    Und jetzt Musik!

    “Once more, with feeling”: Das Plakat zur erfolgreichen Buffy-Musicalfolge.

    Wer Musik in Serien mag, der wird sich vielleicht noch an die 80er-Jahre-Produktion “Full House – Rags to Riches” erinnern: Fünf adoptierte Waisenkinder sangen sich in jeder Folge zu Hits von Aretha Franklin, “The Temptations” etc.  die Seele aus dem Leib. Eigentlich war die Familienserie der Prototyp vom US-Erfolg “Glee” (und sie erscheint diese Woche auf DVD!).

    Das Konzept ist aber auch in anderen Serien aufgegangen: “Ally McBeal” wäre ohne Vonda Shepard am Klavier und gelegentlichen Darbietungen der Darsteller nur halb so atmosphärisch gewesen. Daraus hat sich mittlerweile die Tradition der Musicalfolge entwickelt.

    Halten wir erst einmal fest: Musicalfolgen sind mutig! Sie sind experimentell, sie verschaffen Abwechslung, sie bringen das Team an seine Grenzen. Das Risiko lohnt sich, wenn das Drehbuch gut ist, die Songs passen und die Schauspieler einigermaßen singen können. Denn dann bekommt die Folge oft Kultstatus.

    Ganz oben auf dieser “Gut gemacht”-Liste steht bei mir “Buffy”: Die Musicalepisode “Once more, with feeling” wirkt überraschend natürlich, weil sie erstens einer gewissen Logik in der Handlung folgt (ein Dämon bringt alle zum Singen) und zweitens Songs hat, die in ihren Texten das Singen reflektieren und gleichzeitig auch die Charaktere weiterbringen.

    Großartig zum Beispiel der Titel “Walk through the fire”:

    Bei der Folge “My Musical” von “Scrubs” muss ich auch bei der zehnten Wiederholung noch lachen… Auch hier wurden die Songs speziell dafür geschrieben und in die Handlung integriert (eine Patientin hat eine seltsame Krankheit, die sie ihre Umwelt singend wahrnehmen lässt).

    Ich kann mich kaum entscheiden, aber das herrlich übertriebene Freundschaftsduett “Guy Love” von Zach Braff (J.D.) und Donald Faison (Turk) ist vermutlich mein Lieblingstitel daraus:

    “Grey’s Anatomy” lieferte im März dann leider ein Beispiel dafür, wie man es besser nicht machen sollte: In der Folge “Song beneath a Song” wirkt es unfreiwillig komisch oder bestenfalls einfach irritierend, wenn die Chirurgen am OP-Tisch anfangen, zu singen. Zumal man ihre Lippen dabei durch den Mundschutz häufig nicht sieht und ein logischer Handlungsstrang zwar angerissen, aber nicht durchgezogen wird: Dr. Torres liegt im Sterben und bildet sich die Musik ein, ist aber gar nicht immer anwesend, wenn die Kollegen ein Lied anstimmen…

    Mit rund zehn Sangeseinlagen – allesamt Coversongs – ist es daher nicht verwunderlich, dass die Folge nicht funktioniert. Zum Vergleich: Eine Episode von “Glee” zeigt im Schnitt etwa vier bis sechs Musiknummern. Zwar beeindruckt Sara Ramirez alias Dr. Torres mit einer tollen Singstimme, aber so richtig wollte bei mir der Funken nicht überspringen. Schade! Dabei gibt es viele gute Beispiele, bei denen man sich wünscht, es würde in jeder Folge heißen: Und jetzt Musik!

    Habt ihr die Musicalfolge von “Grey’s Anatomy” schon gesehen? Was haltet ihr von singenden Schauspielern in Serien?

    gepostet von
    sarah


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    Mai
    10

    Hurra – die Hochzeit platzt!

    Was kann am Freitag bei der königlichen Hochzeit nicht alles passieren! Die Braut könnte in der Westminster Abbey über ihre Schleppe stolpern, die uneingeladene Fergie könnte sich lallend der Kutsche in den Weg werfen oder Charles könnte mit einem Niesanfall das Jawort übertönen! An Kate Middletons Stelle würde ich kein Auge mehr zu tun, Hochzeiten sind nichts für schwache Nerven.

    Und genau deshalb lieben Serienautoren das Fest auch so: Eine Telenovela muss einfach mit der obligatorischen Hochzeitsfolge enden. Bei Serien wie “Friends” wäre ohne die zahlreichen Hochzeiten so manche Staffel ohne dramaturgischen Höhepunkt geblieben. Aber am Schönsten wird es immer dann, wenn eine Hochzeit platzt! Hurra, endlich Drama und Emotionen! So etwas kommt schließlich auch im wahren Leben vor: Man denke nur an die arme Madeleine von Schweden, die ihre Verlobung lösen musste oder an – nunja, hier ist der Mitleidsfaktor gering – Sandy Meyer-Wölden und Boris Becker.

    Sie standen schon vorm Traualtar, dann flog der Bräutigam aus dem Fenster: Deniz und Sandra aus "GZSZ".

    Meine liebste geplatzte Serienhochzeit ist die von Sandra und Deniz bei “Gute Zeiten, Schlechte Zeiten”. Die Folge war an Holzhammer-Dramatik kaum zu überbieten: Der Bräutigam wurde kurz vor dem Jawort schlicht aus dem Fenster des Standesamts geworfen! Der Bruder von Deniz’ Exfreundin wollte sich rächen, weil seine Schwester lesbisch wurde – aha. Deniz starb noch an seinem Hochzeitstag einen tragischen Serientod. Ein paar hundert Folgen später stand Sandra übrigens wieder vor dem Traualtar und ließ – Hurra!- die Hochzeit platzen…

    Geplatzte Hochzeiten bieten sich auch für kurzfristige Serienausstiege an. Als der Schauspieler Isaiah Washington wegen homophober Kommentare bei “Grey’s Anatomy” gefeuert wurde, dichtete man seiner Rolle Preston Burke eine Eheschließung mit Christina Yang an. Das diese nie stattfinden würde, war also zu erwarten. War auch nicht weiter tragisch, viel trauriger fand ich die beendeten Verlobungen von Lorelei Gilmore mit Max beziehungsweise Luke. Zwar wurde bei den “Gilmore Girls” niemand vor dem Traualtar versetzt – die Brautkleider waren trotzdem schon gekauft!

    Dr. Burke allein vorm Traualtar: Er geht jetzt mal schnell mit der Braut Schluß machen.

    In den USA läuft übrigens momentan eine neue Serie, die sich einzig und allein um eine geplatzte Hochzeit und ihre Folgen dreht. “Happy Endings” beschäftigt sich mit den Schwierigkeiten, die nach einem dramatischen Trauungsabbruch auf die Ex-Verlobten und ihre Freunde zukommen. Das Hochzeitsfieber bleibt also ungebrochen. Nach der Zeremonie in London dürfte jedoch trotzdem erst einmal etwas Ruhe einkehren. Es sei denn, die Hochzeit platzt…

    Welche geplatzte Serienhochzeit ist Euch im Gedächtnis geblieben? Und welche hätte besser platzen sollen?

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    sarah


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    April
    28

    Schlechte Medizin, liebe Sender

    “Und was jetzt?” – Am 5. April 2011 brachte RTL die gleichnamige erste Folge der siebten “Dr. House”-Staffel auf den Bildschirm. Ein Format, das den Kölnern lange Zeit Superquoten bescherte und den Dienstag für andere Sender zu trübem Terrain machte. Im Dreierpack mit “CSI Miami” und Spätserien wie “Monk” und “Psych” war der Dienstag ein Fest für Serienfans.

    Nun kam endlich eine neue Staffel um den fiesen Mediziner aus dem “Princeton Plainsboro” – doch so richtig schlug sie beim Zuschauer nicht mehr ein. Die Mediennewsletter melden zwar 2,55 Millionen Zuschauer und einen ordentlichen Marktanteil von 19,5 Prozent bei den Werberelevanten zwischen 14 und 49 Jahren. Mehr als für “CSI Miami” und Werte so zwischen der ersten und zweiten Champions-League-Halbzeit, die parallel bei Sat1 lief. Doch mit den einstigen Glanzzeiten der Serie kann der Wert dennoch nicht mithalten, sogar Staffel sechs lag noch bei rund 22 Prozent.

    Und woran liegt’s? Haben die Staffelstarts der Vorwochen, die Arzt+Romantik-Dramen wie “Private Practice” (23. März) und “Grey’s Anatomy” (30. März) sowie der Ärztesoap-Versuch des ZDF, “Herzflimmern – Die Klinik am See ” (4. April) den Weißkittel-Bedarf schon gedeckt? Wohl kaum – “House”-Fans und die anderen Ärztedramen-Anhänger dürften nicht unbedingt deckungsgleich sein. Ist nach sechs Staffeln die Spannung raus aus dem Format? Ein bisschen Wahres mag da dran sein, zumindest den ewigen Paarungstanz von House (Hugh Laurie) und Cuddy (Lisa Edelstein) kann man kaum noch variieren. Das grundsätzliche Überraschungspotential des so gar nicht politisch korrekten Mediziners pflegen die Drehbuchautoren, Schauspieler und die Regie jedoch weiterhin nach Kräften.

    Was Dr. House jedoch wirklich behandlungsbedürftig macht, ist die Tatsache, dass RTL ihn zwischendrin ausbluten lässt – durch eine völlig willkürlich wirkende Aneinanderreihung von Neuepisoden und Wiederholungen. Wer bei House auf dem Laufenden bleiben will, bespielt am besten den Festplattenrekorder in Dauerschleife, genießt die Wiederholungen oder drückt bei Wiedererkennen schnell den Löschknopf. Oder informiert sich über Staffelstarts und schreibt sich Termine in den Kalender. Schon bei Staffel sechs gabs eine großzügige Sommerpause. Schon bei Staffel sechs wurde der Werbetrailer für die neuen Folgen mit all seinem Wiedererkennungswert fröhlich für die Wiederholungsfolgen mitverwendet – unterscheidbar nur durch das Wörtchen “neu” im Einsprecher.

    In Staffel sieben werden nun neun Folgen ausgestrahlt, danach verabschiedet RTL den Mediziner in die Sommerpause. Um ihn später im Herbst wieder hervorzuholen. So zeigen sich neue und alte Folgen in stetem Wechsel und die Erfolgsserie wird zum Ganzjahreskonzept. Nur leider nicht mehr so erfolgreich, weil genervte Fans sich nicht nur durch die unsäglich blöden Gewinnspielfragen am Rande der Werbepausen quälen müssen, sondern dann auch noch wochenlang im Dunkeln gelassen werden, wie es weitergeht. Da guckt man doch – trotz ausnahmsweise gelungener Synchronisation – nach Möglichkeit lieber gleich das Original (die USA ist momentan schon bei Folge 7.18).

    Die völlig willkürliche Behandlung von zueinandergehörigen Serienfolgen ist übrigens kein reines RTL-Ärgernis. Auch wenn ProSieben seine US-Highlights zumindest nicht durch endlose Wiederholungen zur Primetime zerfleddert, so ist die Respektlosigkeit gegenüber einer fortlaufenden Geschichte (und den Fans, und dem Überblick, und dem einstmals eingekauften Produkt) auch dort spürbar. Die Serie “Reaper” beispielsweise kappte man 2009 genau zwei Folgen vor Staffelende, weil die am gleichen Abend terminierte Mysterieserie “Fringe” leider schon am Ende angekommen war. Zwei Jahre später, ab 16. April 2011, soll nun nachgelegt werden – mit den zwei fehlenden Folgen plus der abschließenden Staffel zwei. Gelobt sei der geduldige Fan, der die Serie jetzt nicht schon anderweitig zu Ende geguckt hat.

    Auch die skurrile Wissenschaftscomedy “Eureka” machte beim Münchner Sender zwei unfreiwillige Pausen in der dritten Staffel – eine in der Mitte, die andere übrigens ebenfalls zwei Folgen vor Staffelende. Weil man spontan mal was Neues zeigen wollte. Am 11. April 2011 soll “Eureka” nun mit zunächst zehn der zwanzig Folgen der vierten Staffel an den Montagabendplatz zurückkehren. Der Verbleib der anderen zehn Folgen: bleibt mysteriös.

    Welche eurer Lieblingsserien hat die deutsche TV-Landschaft ebenfalls schon zerfleddert? Und macht ihr die Sucherei mit dem Episodenguide noch mit oder weicht ihr lieber gleich auf DVDs oder Internet aus?

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    claudia


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    April
    6

    Das Spin-off

    Wenn eine Serie ein sogenanntes Spin-off bekommt, also einen Ableger mit einem oder mehreren der Charaktere, bin ich meist skeptisch. Denn es gibt zahlreiche gescheiterte Spin-offs von Erfolgsserien, man denke beispielsweise an “Joey” oder “Golden Palace”, den Ablegern von “Friends” und “Golden Girls”. Bei Serien-Fortsetzungen kann leider viel schief gehen.

    Für “Joey” war die Wahl der Serienfigur entscheidend: Die “Friends”-Fans wären einem Spin-off um das Zusammenleben der Serienlieblinge Ross und Rachel (“We were on a break!”) sicher länger treu geblieben, als den Geschichten um den dümmlichen Frauenschwarm Joey. Die Prämisse der Serie (Weiberheld wohnt mit jungem Neffen zusammen, arbeitet im Showbusiness) war außerdem nicht neu, siehe “Two and a half Men”. Und als die bissige Dorothy bei den “Golden Girls” ausstieg, verlor die Alte-Damen-Konstellation viel an Witz und Chemie. Da half auch das neue Setting des “Golden Palace” mit einem edlen Hotel in Florida nichts mehr.

    Ein Beispiel für ein erfolgreiches Spin-off  ist ab heute wieder auf Pro7 zu sehen: “Private Practice” startet dort um 22:15 Uhr und zwar bereits in die vierte Staffel. Hier war es eine gute Wahl,  ausgerechnet die Figur “Dr. Addison Montgomery”  aus “Grey’s Anatomy” abzuziehen. Die Exfrau von “McDreamy” hatte dort einen interessanten Handlungsstrang und war sympathisch, sie war jedoch für das Fortbestehen der Mutterserie keine absolut notwendige Figur. In der Privatklinik im sonnigen Kalifornien kann die Kinderchirurgin eine lockere, unbeschwerte Seite von sich zeigen und sich entwickeln. Kein Wunder, schließlich steht sie hier nicht ständig mit ihrem Exmann am OP-Tisch. Was den Reiz von “Private Practice” zusätzlich ausmacht: Die Serie läuft parallel mit “Grey’s Anatomy” weiter und beide erlangen genau dann ihre Bestform, wenn Figuren aus der einen Serienwelt die andere besuchen. Spin-Offs, die nicht das Ende einer Mutterserie bedeuten, sind in der Regel deshalb auch erfolgreicher.

    Trotzdem: Wenn ich mir Spin-offs wünschen könnte, dann würde ich gerne diverse Serienfiguren reanimieren. Logan von den “Gilmore Girls” zum Beispiel. Der hat sich schließlich so viel Mühe gegeben und war am Ende weniger schnöselig als Hauptfigur Rory – ich würde gerne wissen, wie es mit ihm weiterging.

    Vielleicht ist er ja zurück nach London, um wieder für seinen Vater zu arbeiten. Spannend zu beobachten wäre auch die Entwicklung von Meadow Soprano. Die Tochter von Mafia-Boss Tony Soprano scheint zwar am Ende der Serie den “Beruf” ihres Vater akzeptiert zu haben. Wenn ich an ihre früheren rebellischen Anflüge denke, gibt es da aber noch genügend Konfliktpotenzial.

    Welche Serienfiguren würdet ihr gerne in einem Spin-off sehen? Und: Schaltet ihr zu “Private Practice” ein?

    gepostet von
    sarah


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    März
    23

    Mehr Selbstbewusstsein, bitte!

    Liebe deutsche Serie,
    dies ist ein Aufmunterungsbrief. Ich weiß, Du hast es hier in Deutschland schwer. Ständig wirst Du mit den reichen amerikanischen Schwestern verglichen, wirst schlecht geredet und weggezappt. Langweilig seist Du, vorhersehbar, schlecht gespielt. Verteidigt wirst Du selten, wer gibt schon gerne zu, dass er bei „GZSZ“, „Sturm der Liebe“ oder „Lindenstraße“ entspannt?

    Da hilft nur eines: Zeig Dich von Deiner besten Seite. Das Konzept von „Danni Lowinski“ wurde in die USA verkauft? Hast Du doch gewusst! „Berlin, Berlin“ hat einen Emmy gewonnen? Hochverdient! „Doctor’s Diary“ geht in die dritte Staffel? Sei stolz darauf und erzähl davon. Du bist nicht nur „Schwarzwaldklinik“ und „Unter Uns“! Schließlich kriegen wir aus den USA auch lediglich die etablierten Sahnehäubchen zu sehen.
    Damit Du das nächste Mal nicht wieder stumm da stehst und auf Abspann schaltest, hier ein paar Deiner Vorteile, die Du Kritikern entgegnen kannst!

    1. Du bist heimatverbunden.
    Anstatt der New Yorker Skyline sieht der Zuschauer Bilder, mit denen er sich identifizieren kann. Ob wilde Kameraschwenks durch einen fiktiven Berliner Kiez bei „GZSZ“ oder ein Blick auf die Lüneburger Heide bei „Rote Rosen“: Hier kennen wir uns aus. Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht besonders gerne zu „seinem“ „Tatort“ in „seiner“ Region einschaltet („Genau da haben wir doch auch schon einmal Currywurst bestellt“). Diese Art von Unterhaltung bietet „CSI: Miami“ den wenigsten. Ha!

    2. Du kannst Dialekte.
    Schwäbisch, Platt-Deutsch, Bayerisch, Sächsisch, Schweizer-Deutsch … Deine Möglichkeiten sind hier schier unerschöpflich. Dialekte haben humoristisches Potenzial, können Figuren charakterisieren und verleihen Dir Authentizität und Vielschichtigkeit. „Dr. Knechtelsdorfer“ ohne Wiener Schmäh? Langweilig! Der „Bulle von Tölz“ im astreinen Hochdeutsch? Undenkbar! Von teilweise erschütternden Synchronisationen englisch-sprachiger Serien will ich gar nicht erst anfangen … Und ehrlich: Wer versteht im Original schon wirklich sämtliche Krankheitsbilder bei „Dr. House“ ? Eben.

    3. Du bist gesellig.
    Gemütliche Serienabende unter Freunden sind mit den amerikanischen Serien aus der Mode gekommen. Heute hat der eine die Staffel schon im Internet gesehen, die andere während ihres USA-Aufenthalts und der dritte auf DVD. Du hingegen bist anfangs immer neu und dadurch ein Event. Also ab mit den Kritikern in die Kneipe, in großer Runde den neuen „Tatort“ gucken. Oder ins Wohnzimmer der besten Freundin, zum gemeinsamen „Dr. Meier“ -Anschmachten. Macht doch viel mehr Spaß zusammen.

    4. Du hast Stars zum Anfassen.
    Vielleicht sind die deutschen Schauspieler weniger glamourös, als ihre amerikanischen Pendants, dafür sind die Chancen auch größer, einem Serienstar auf der Straße zu begegnen. „Lolle“ an der Supermarktkasse, „Danni Lowinski“ bei H&M oder „Jo Gerner“ in der Kneipe nebenan – die Wahrscheinlichkeit ist zumindest höher, als Alexander Skarsgård beim Arzt zu treffen. Okay, okay: Natürlich würdest auch Du Dich über einen Gastauftritt von Zach Braff freuen. Aber „Stromberg“ und „Pastewka“ sind auch ziemlich witzig.

    Also, liebe deutsche Serie, ganz so schlecht ist es nicht um Dich bestellt. Mehr Selbstbewusstsein, bitte! Dann klappt’s auch mit den Zuschauern.

    Herzliche Grüße
    Deine
    Sarah von Gala.de

    Heute Abend starten auf Sat1 die beiden hauseigenen Serien „Danni Lowinski“ und „Der letzte Bulle“ in die zweite Staffel – schaltet ihr ein? Welche deutschen Serien mögt ihr? Oder schaltet ihr aus, sobald der Berliner Fernsehturm im Bild zu sehen ist?

    gepostet von
    sarah


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    März
    14