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    Neues Serienfutter!

    Letzte Woche war es spannend in den USA: Die großen Sender haben bei den sogenannten “Upfronts” bekannt gegeben, welche Serien in die Verlängerung gehen, welche abgesetzt werden und – das Interessanteste – welche neue Serien hinzukommen. Pech gehabt hat dieses Jahr zum Beispiel Matthew Perry (“Friends”), der schon nach einer Staffel seiner Comedy “Mr. Sunshine” (ABC) wieder gehen muss – und sich gleich mal vorsorglich in die Entzugsklinik begeben hat…

    Dafür bekommen andere alte Serienhelden ihre zweite Chance, ich hab mal die vielversprechendsten Shows rausgesucht: Sarah Michelle Gellar (“Buffy”) übernimmt beispielsweise die Hauptrolle im Mystery-Drama “Ringer” (CW). Sie spielt eine Frau, die auf der Flucht vor der Mafia heimlich die Identität ihrer toten Zwillingsschwester annimmt. Der Trailer lässt erahnen, dass “Ringer” aber weniger Action für Gellar bereithält, als “Buffy” es tat:

    Tim Allen (“Hör mal, wer da hämmert”) darf ebenfalls noch mal ran, bleibt aber auf bekanntem Terrain: “Last Man Standing” (ABC) hört sich nach einer typischen Familiensitcom an – und wirkt deshalb langweilig auf mich. Die Zeiten dieses Genres sind doch eigentlich seit den 90ern vorbei… Auf wen ich aber gespannt bin: Dawson Leery James Van Der Beek kommt zurück! Er spielt zumindest in der Pilotfolge der Sitcom “Apt. 23″ (ABC) sich selbst – das könnte lustig werden.

    Dafür muss sich “Summer” aus “O.C., California” komplett neu orientieren: Rachel Bilson soll in “Hart of Dixie” (CW) eine New Yorker Ärztin verkörpern, die in eine Kleinstadt im Süden der USA zieht. Hier trifft anscheinend “Men in Trees” auf “Gilmore Girls” und “Private Practice”. Ich bin nicht sicher, was ich von “Hart of Dixie” halten soll: Entweder das ländliche Wohlfühlkonzept geht voll auf – oder die Serie ist einfach nur eine laaaaange Version der Romantic Comedy “Sweet Home Alabama”…

    Apropos Film als Vorlage: John Grishams Roman “Die Firma” soll nach dem Hollywoodfilm auch noch eine Serienvariante bekommen. Der Sender NBC will sich daran versuchen, ein Ersatz für Tom Cruise steht noch nicht fest. Auch spannend: Die “Lost”-Autoren haben eine neue Fantasyserie im Gepäck. “Once Upon a Time” (ABC) spielt in einer Märchenwelt mit böser Königin und hat mich spontan an “Prinzessin Fantaghirò” erinnert:

    NBC will außerdem dem “Glee”-Erfolg nacheifern und versucht sich an der Musical-Dramedy “Smash”. Mit dabei ist der Serienstar Debra Messing (“Will & Grace”). Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass sich das Musicalformat auch in einer ernsten Version bewährt. Wie schon gesagt, bei “Grey’s Anatomy” ist die Musikfolge gründlich daneben gegangen… Aber bei “Smash” war immerhin Steven Spielberg der Ideengeber – es könnte also doch klappen.

    Ich freu mich jedenfalls auf das neue Serienfutter! Eine Tabelle mit allen verlängerten, abgesetzten und neuen Serien findet ihr übrigens hier.

    Seht ihr euch die neuen Serien an? Welche hat wohl Potenzial? Oder ist etwa eine eurer Lieblingsserien abgesetzt worden?

    gepostet von
    sarah


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    Mai
    25

    Und jetzt Musik!

    “Once more, with feeling”: Das Plakat zur erfolgreichen Buffy-Musicalfolge.

    Wer Musik in Serien mag, der wird sich vielleicht noch an die 80er-Jahre-Produktion “Full House – Rags to Riches” erinnern: Fünf adoptierte Waisenkinder sangen sich in jeder Folge zu Hits von Aretha Franklin, “The Temptations” etc.  die Seele aus dem Leib. Eigentlich war die Familienserie der Prototyp vom US-Erfolg “Glee” (und sie erscheint diese Woche auf DVD!).

    Das Konzept ist aber auch in anderen Serien aufgegangen: “Ally McBeal” wäre ohne Vonda Shepard am Klavier und gelegentlichen Darbietungen der Darsteller nur halb so atmosphärisch gewesen. Daraus hat sich mittlerweile die Tradition der Musicalfolge entwickelt.

    Halten wir erst einmal fest: Musicalfolgen sind mutig! Sie sind experimentell, sie verschaffen Abwechslung, sie bringen das Team an seine Grenzen. Das Risiko lohnt sich, wenn das Drehbuch gut ist, die Songs passen und die Schauspieler einigermaßen singen können. Denn dann bekommt die Folge oft Kultstatus.

    Ganz oben auf dieser “Gut gemacht”-Liste steht bei mir “Buffy”: Die Musicalepisode “Once more, with feeling” wirkt überraschend natürlich, weil sie erstens einer gewissen Logik in der Handlung folgt (ein Dämon bringt alle zum Singen) und zweitens Songs hat, die in ihren Texten das Singen reflektieren und gleichzeitig auch die Charaktere weiterbringen.

    Großartig zum Beispiel der Titel “Walk through the fire”:

    Bei der Folge “My Musical” von “Scrubs” muss ich auch bei der zehnten Wiederholung noch lachen… Auch hier wurden die Songs speziell dafür geschrieben und in die Handlung integriert (eine Patientin hat eine seltsame Krankheit, die sie ihre Umwelt singend wahrnehmen lässt).

    Ich kann mich kaum entscheiden, aber das herrlich übertriebene Freundschaftsduett “Guy Love” von Zach Braff (J.D.) und Donald Faison (Turk) ist vermutlich mein Lieblingstitel daraus:

    “Grey’s Anatomy” lieferte im März dann leider ein Beispiel dafür, wie man es besser nicht machen sollte: In der Folge “Song beneath a Song” wirkt es unfreiwillig komisch oder bestenfalls einfach irritierend, wenn die Chirurgen am OP-Tisch anfangen, zu singen. Zumal man ihre Lippen dabei durch den Mundschutz häufig nicht sieht und ein logischer Handlungsstrang zwar angerissen, aber nicht durchgezogen wird: Dr. Torres liegt im Sterben und bildet sich die Musik ein, ist aber gar nicht immer anwesend, wenn die Kollegen ein Lied anstimmen…

    Mit rund zehn Sangeseinlagen – allesamt Coversongs – ist es daher nicht verwunderlich, dass die Folge nicht funktioniert. Zum Vergleich: Eine Episode von “Glee” zeigt im Schnitt etwa vier bis sechs Musiknummern. Zwar beeindruckt Sara Ramirez alias Dr. Torres mit einer tollen Singstimme, aber so richtig wollte bei mir der Funken nicht überspringen. Schade! Dabei gibt es viele gute Beispiele, bei denen man sich wünscht, es würde in jeder Folge heißen: Und jetzt Musik!

    Habt ihr die Musicalfolge von “Grey’s Anatomy” schon gesehen? Was haltet ihr von singenden Schauspielern in Serien?

    gepostet von
    sarah


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    Mai
    10

    Vampir-Romantik

    Blut, Gewalt und Knoblauch: Eigentlich kann ich mit Vampirgeschichten nicht viel anfangen, trotzdem stecke ich mitten im Vampir-Revival. Denn die Horror-Gestalten ködern ihre Zuschauer gerne mit spannenden und oft tragischen Liebeserzählungen. Von “Vampire Diaries” über “Moonlight” bis “True Blood” – seit dem Erfolg von “Twilight” kann man sich vor Vampirserien kaum noch retten. Für die Mutigen unter euch, die keine Angst vor Blutsaugern und deutschen Synchronisationen haben: Ab heute flimmern die heißen Südstaaten-Vampire aus “True Blood” zum ersten Mal über die deutschen Free-TV-Bildschirme (22:05 Uhr auf RTL2). Wer die Serie kennt, der weiß, dass sie mit expliziten Sexszenen und viel Blutrausch einen offensichtlichen Gegensatz zum prüden und extrem keuschen “Twilight”-Liebespaar Edward und Bella bietet.

    Golden Globe für Anna Paquin: Ihre Vampirliebe zahlt sich aus.

    Doch auch wenn die “True Blood”-Helden etwas bissiger zur Sache gehen: Die Liebesgeschichte fehlt hier ebenfalls nicht, selbstverständlich zwischen Vampir und nicht-Vampir. Vampirerzählungen scheinen trotz all der Mordlust und den düsteren Atmosphären immer auch ein romantisches Moment zu besitzen – vielleicht ganz nach der These des Filmtheoretikers David Bordwell: Einer von zwei Handlungssträngen ist immer eine Liebesgeschichte.

    Aber was ist eigentlich an Vampiren so romantisch? Auf den ersten Blick nicht viel: Sie haben einen lebensgefährlichen Blutdurst, sind den ganzen Tag über lethargisch und erst spät nachts für Dates zu haben, man kann mit ihnen nicht schick essen gehen und sie werden dir nie Silberschmuck schenken. Vermutlich werden sich die langen Tage im Sarg auch äußerlich bemerkbar machen.

    Ganz so ist das mit den neuen (Serien-)Vampiren zum Glück nicht. Die neuen Vampire können sich tagsüber frei bewegen, glitzern teilweise sogar fröhlich im Sonnenlicht (was hat sich Stephenie Meyer dabei gedacht?), sie haben ein (gutes) Herz und wollen die Heldin/den Helden beschützen anstatt beißen, sie passen sich den menschlichen Sitten an, sind gepflegt und attraktiv. Und sie sind vor allem oft die unfreiwilligen Einzelgänger, die geheimnisvollen Fremden. Das macht sie zu den perfekten romantischen Protagonisten. Als solche können sie die spätestens seit Bram Stokers “Dracula” altbekannten Vampir-Prämissen immer wieder neu abwandeln:

    Ja, die Kampfszenen der Vampirjägerin Buffy waren cool und sorgten für reichlich Action – aber wirklich spannend war doch ihre zum Scheitern verurteilte Liebesbeziehung zum Vampir Angel. In “Vampire Diaries” fühlt sich die menschliche Elena gleich zu zwei Vampiren hingezogen – einer gut, einer böse. Allgegenwärtig bleibt die klassische Frage: Für wen entscheidet sie sich und: Kann sie den bösen Bruder ändern? Sookie Stackhouse aus “True Blood” ist von der ersten Sekunde an vom mysteriösen Vampir Bill fasziniert und vertraut ihm trotz seines Blutdursts. Sogar beim “Kleinen Vampir” schenkt das Vampirmädchen Anna ihrem Menschenfreund Anton ihr Herz und ein selbstgemachtes “Mufti Ewige Liebe”-Parfum. Und das ist wohl das Romantischste, was Vampire an sich haben: Ewiges Leben verheißt ewige Liebe.

    Ohne die romantischen Zutaten wäre das Vampirgenre vielleicht schon längst tot. So bleiben uns noch zahlreiche weitere romantische Vampir-Revivals. Hoffentlich auch in Serie.

    Was meint ihr, was fasziniert die Zuschauer so an den Vampirgeschichten? Welche Serie mit Blutsaugern ist Euer Favorit? Oder habt ihr genug von der Vampirwelle?

    gepostet von
    sarah


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    März
    16