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    Wohnen wie Mutter Beimer

    Argh – ich bin gerade auf Wohnungssuche in Hamburg und wer das bereits einmal mitgemacht hat, weiß: Es macht keinen Spaß! Täglich kämpfe ich mit diabolischen Maklern und Vormietern um Besichtigungstermine. Und glaubt mir: Vieles, was man da an Wohnungen zu sehen bekommt, ist nicht schön – Zimmer ohne Fenster, Plastik-Stehlampen, Schrankwände aus Kiefernholzimitat…

    Auch in der Serienwelt ist Geschmack nicht immer garantiert. Deshalb gibt es heute meine Top 3 an Anti-Beispielen: Serienwohnungen/-zimmer, in die man wirklich nicht einziehen möchte…

    Gretchen wohnt in "Doctor's Diary" in einem Albtraum aus Rosa. (Foto: RTL)

    1. Gretchen Haases Jugendzimmer (“Doctor’s Diary”):  In diesem Albtraum in Rosa wäre ich vermutlich sogar im Alter von zehn Jahren durchgedreht. Püppchen, Herzchen, rosa Bettwäsche: Die Ausstatter durften sich hier so richtig austoben – das hat bestimmt Spaß gemacht!

    Im Schlafzimmer von Lily und Marshall geht es unruhig zu.

    2. Ich kann mir nicht helfen, aber im Schlafzimmer von Lily und Marshall von “How I met your mother” würde ich kein Auge zu tun. Hier gibt es keine luftig-hellen Kissen, sondern dunkle Erdtöne, die mit knalligen Blaufarben kontrastiert werden – das wirkt auf mich sehr unruhig. Und das Geweih an der Wand macht das Zimmer auch nicht gerade kuscheliger…

    Die Kulisse der Beimer-Wohnung in der "Lindenstraße".

    3. Es gibt wohl kaum tristere Serienwohnungen, als die in der “Lindenstraße”. Vor allem die alten Folgen aus den 80er/90er-Jahren geben ein gruselig realistisches Bild von den damaligen deutschen Wohnzimmern ab. Auch heute heult Mutter Beimer immer noch am Durchschnitts-Küchentisch und richtet ihre Wohnung unpersönlich und bieder ein. Manche Dinge ändern sich eben nie!

    Um Euch (und mich selbst) bei Laune zu halten, geht es nächste Woche mit positiven Beispielen weiter: Serienwohnungen, in die man SOFORT einziehen würde…Versprochen!

    In welche Serienwohnung würdet Ihr nie einen Fuß setzen? Achtet Ihr auch oft auf die Ausstattung?

    gepostet von
    sarah


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    Oktober
    26

    Bye-Bye, Gretchen Haase!

    Seit gestern ist es offiziell – “Doctor’s Diary” kommt nicht mehr zurück! Die Begründung ist ironisch: Die Serie war schlicht zu erfolgreich, die Macher und vor allem die Stars wie Florian David Fitz oder Diana Amft haben sich dadurch andere Projekte sichern können. Auch wenn ich ein großer Fan von Dr. Meier und Co. bin,  finde ich die Entscheidung richtig. Das Finale der dritten Staffel hatte bereits ein eindeutiges Happy End – wo hätte man da noch ansetzen wollen? Und auch wenn die dritte Staffel rein von den Quoten her auch die erfolgreichste war – ich persönlich fand, dass sie etwas an Fahrt verloren hatte. Vor allem die Quarantäne-Story der ersten Folge war mir eine Spur zu überdreht und insgesamt wurde der Spannungsbogen mit zu vielen Handlungssträngen überladen.

    Doctors Diary

    Trotzdem: Es ist toll, dass “Doctor’s Diary” der deutschen Serienlandschaft Figuren wie die herrlich verschüchterte Schwester Sabine, den Wiener-Schmäh-ausschüttenden Dr. Knechteldorfer oder die Arztroman-Autorin Elke Fisher geschenkt hat. Und wer sich nochmal verabschieden will, der kann das jetzt bei RTL tun: Hier gibt es die letzte Folge kostenlos im Netz.

    Werdet ihr “Doctor’s Diary” vermissen? Hättet Ihr auch noch eine vierte Staffel angeschaut?

    gepostet von
    sarah


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    Oktober
    20

    Schlaaaaaaaand!

    Wie ihr ja wisst, hab ich ein Herz für deutsche Serien.  Das geht sogar so weit, dass ich die heimischen Produktionen mit dem Eifer eines Fußballfans verteidige, wenn es darauf ankommt. Meiner Meinung nach sollten deutsche Serien aus Fairnessgründen einfach nicht mit den amerikanischen verglichen werden. Es ist ein bisschen wie beim Frauenfußball: Es ist nicht dasselbe – aber wenn man sich darauf einlässt,  kann es Spaß machen.

    Dominic Boeer und Jörg Schüttauf ermitteln in der Action-Krimiserie "Die Draufgänger".

    Deshalb habe ich gestern besonders meine Ohren gespitzt, als RTL sein Jahresprogramm 2011/2012 bekannt gab. Und tatsächlich: Der Kölner Sender traut sich mit drei Eigenproduktionen aufs Spielfeld. Da wäre einmal die Krimiserie “Die Draufgänger”.  Originell ist die Story um einen lockeren/einen biederen Polizisten nicht. Aber die Serie bedient die Krimi-Affinität der Deutschen und hat mit Dominic Boeer (“GZSZ”) und Jörg Schüttauf (“Tatort”) zwei charismatische Hauptdarsteller.

    Chris Vance befördert als "Transporter", was immer von ihm verlangt wird.

    RTL versucht sich außerdem an einer internationalen Co-Produktion, unter anderem mit dem amerikanischen Serienweltmeister HBO. Der Pay-TV-Sender beheimat Erfolgssendungen wie “The Sopranos”, “Sex and the City”, “Six Feet Under” und “True Blood”.  Für die neue Serie “Transporter”  wird der britische Schauspieler Chris Vance in die Rolle eines Ex-Eitesoldaten schlüpfen.

    Eine Sitcom ist mit “Sekretärinnen – Überleben von neun bis fünf” auch neu in der RTL-Mannschaft. Der Titel klingt umständlich aber ich mag Workplace-Comedys im Prinzip ganz gerne und die Hauptdarstellerin Ellenie Lany Salvo González wirkt sympathisch. Außerdem übernimmt Nina Vorbrodt, die böse Oberschwester aus “Doctor’s Diary” auch eine Rolle.

    Die neue Büro-Sitcom: "Sekretärinnen - Überleben von neun bis fünf"

    Für meinen Liebling “Doctor’s Diary” sieht es übrigens auch ganz gut aus: Eine vierte Staffel sei geplant, jedoch nicht für die kommende Saison. Das Team ist wohl momentan noch zu beschäftigt: Sexy “Dr. Meier” alias Florian David Fitz trägt gerade abwechselnd Jesus-Mähne oder Pornobart für Filmrollen und der Autor Bora Dagtekin arbeitet am Kinofilm zu seinem früheren Werk  “Türkisch für Anfänger”.

    Übrigens werden auch “Der letzte Bulle” und “Danni Lowinski” bei Sat1  gerade wiederholt. Ja, die deutschen Serien haben sich so langsam eine solide Fanbasis erspielt. In diesem Sinne: Schlaaaaand!!!

    Habt ihr Lust auf die neuen deutschen Serien? An welche deutsche Serie denkt ihr gern zurück?

    gepostet von
    sarah


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    Juli
    20

    Mehr Selbstbewusstsein, bitte!

    Liebe deutsche Serie,
    dies ist ein Aufmunterungsbrief. Ich weiß, Du hast es hier in Deutschland schwer. Ständig wirst Du mit den reichen amerikanischen Schwestern verglichen, wirst schlecht geredet und weggezappt. Langweilig seist Du, vorhersehbar, schlecht gespielt. Verteidigt wirst Du selten, wer gibt schon gerne zu, dass er bei „GZSZ“, „Sturm der Liebe“ oder „Lindenstraße“ entspannt?

    Da hilft nur eines: Zeig Dich von Deiner besten Seite. Das Konzept von „Danni Lowinski“ wurde in die USA verkauft? Hast Du doch gewusst! „Berlin, Berlin“ hat einen Emmy gewonnen? Hochverdient! „Doctor’s Diary“ geht in die dritte Staffel? Sei stolz darauf und erzähl davon. Du bist nicht nur „Schwarzwaldklinik“ und „Unter Uns“! Schließlich kriegen wir aus den USA auch lediglich die etablierten Sahnehäubchen zu sehen.
    Damit Du das nächste Mal nicht wieder stumm da stehst und auf Abspann schaltest, hier ein paar Deiner Vorteile, die Du Kritikern entgegnen kannst!

    1. Du bist heimatverbunden.
    Anstatt der New Yorker Skyline sieht der Zuschauer Bilder, mit denen er sich identifizieren kann. Ob wilde Kameraschwenks durch einen fiktiven Berliner Kiez bei „GZSZ“ oder ein Blick auf die Lüneburger Heide bei „Rote Rosen“: Hier kennen wir uns aus. Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht besonders gerne zu „seinem“ „Tatort“ in „seiner“ Region einschaltet („Genau da haben wir doch auch schon einmal Currywurst bestellt“). Diese Art von Unterhaltung bietet „CSI: Miami“ den wenigsten. Ha!

    2. Du kannst Dialekte.
    Schwäbisch, Platt-Deutsch, Bayerisch, Sächsisch, Schweizer-Deutsch … Deine Möglichkeiten sind hier schier unerschöpflich. Dialekte haben humoristisches Potenzial, können Figuren charakterisieren und verleihen Dir Authentizität und Vielschichtigkeit. „Dr. Knechtelsdorfer“ ohne Wiener Schmäh? Langweilig! Der „Bulle von Tölz“ im astreinen Hochdeutsch? Undenkbar! Von teilweise erschütternden Synchronisationen englisch-sprachiger Serien will ich gar nicht erst anfangen … Und ehrlich: Wer versteht im Original schon wirklich sämtliche Krankheitsbilder bei „Dr. House“ ? Eben.

    3. Du bist gesellig.
    Gemütliche Serienabende unter Freunden sind mit den amerikanischen Serien aus der Mode gekommen. Heute hat der eine die Staffel schon im Internet gesehen, die andere während ihres USA-Aufenthalts und der dritte auf DVD. Du hingegen bist anfangs immer neu und dadurch ein Event. Also ab mit den Kritikern in die Kneipe, in großer Runde den neuen „Tatort“ gucken. Oder ins Wohnzimmer der besten Freundin, zum gemeinsamen „Dr. Meier“ -Anschmachten. Macht doch viel mehr Spaß zusammen.

    4. Du hast Stars zum Anfassen.
    Vielleicht sind die deutschen Schauspieler weniger glamourös, als ihre amerikanischen Pendants, dafür sind die Chancen auch größer, einem Serienstar auf der Straße zu begegnen. „Lolle“ an der Supermarktkasse, „Danni Lowinski“ bei H&M oder „Jo Gerner“ in der Kneipe nebenan – die Wahrscheinlichkeit ist zumindest höher, als Alexander Skarsgård beim Arzt zu treffen. Okay, okay: Natürlich würdest auch Du Dich über einen Gastauftritt von Zach Braff freuen. Aber „Stromberg“ und „Pastewka“ sind auch ziemlich witzig.

    Also, liebe deutsche Serie, ganz so schlecht ist es nicht um Dich bestellt. Mehr Selbstbewusstsein, bitte! Dann klappt’s auch mit den Zuschauern.

    Herzliche Grüße
    Deine
    Sarah von Gala.de

    Heute Abend starten auf Sat1 die beiden hauseigenen Serien „Danni Lowinski“ und „Der letzte Bulle“ in die zweite Staffel – schaltet ihr ein? Welche deutschen Serien mögt ihr? Oder schaltet ihr aus, sobald der Berliner Fernsehturm im Bild zu sehen ist?

    gepostet von
    sarah


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    März
    14