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    Mutter Beimer hat Urlaub

    Mutter Beimer hat Urlaub. Und das zum ersten Mal in über 26 Jahren! Seit 1985 zeigt die ARD jeden Sonntag zuverlässig eine Folge “Lindenstraße”  und zwar egal, ob es stürmt oder schneit, ob ein Bundeskanzler gewählt wird oder die Nationalelf spielt – die Serie war dem Sender heilig. Bis jetzt: Überraschend teilte die ARD mit, dass am 29. Juli und am 12. August keine neue Folge der “Lindenstraße” über die Bildschirme flimmern wird.

    Oh mein Gott! Die “Lindenstraße” fällt aus!

    Man stelle sich das einmal vor: Ein Sonntag ohne “Lindenstraße”! Das ist, als ob man mir Lindsay Lohan den Gin weggenommen hätte! Was war passiert? Laut ARD werden Klausi Beimer und Co. in eine Pause geschickt, weil die Olympischen Spiele in London dazwischenfunken. Das war aber in der Vergangenheit noch nie Grund für ein Ausfallen der Serie – höchstens für ein Verschieben.

    Deshalb rufe ich laut: Skandal! Die Kollegen von “dwdl.de” sprechen sogar von einem Tabubruch. Denn ja: Unsere “Lindenstraße” hat mittlerweile im Schnitt nur noch 3 Millionen Zuschauer – aber sie ist eine Institution! Was bleibt uns in Deutschland ohne Royal Family denn sonst an Traditionen? Liebe ARD, bitte nehmt uns nicht das letzte Zeichen von Stabilität und holt Mutter Beimer aus dem Urlaub zurück!

    Was werdet Ihr an einem Sonntag ohne “Lindenstraße” machen?

     

    gepostet von
    sarah


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    Juni
    26

    Wohnen wie Mutter Beimer

    Argh – ich bin gerade auf Wohnungssuche in Hamburg und wer das bereits einmal mitgemacht hat, weiß: Es macht keinen Spaß! Täglich kämpfe ich mit diabolischen Maklern und Vormietern um Besichtigungstermine. Und glaubt mir: Vieles, was man da an Wohnungen zu sehen bekommt, ist nicht schön – Zimmer ohne Fenster, Plastik-Stehlampen, Schrankwände aus Kiefernholzimitat…

    Auch in der Serienwelt ist Geschmack nicht immer garantiert. Deshalb gibt es heute meine Top 3 an Anti-Beispielen: Serienwohnungen/-zimmer, in die man wirklich nicht einziehen möchte…

    Gretchen wohnt in "Doctor's Diary" in einem Albtraum aus Rosa. (Foto: RTL)

    1. Gretchen Haases Jugendzimmer (“Doctor’s Diary”):  In diesem Albtraum in Rosa wäre ich vermutlich sogar im Alter von zehn Jahren durchgedreht. Püppchen, Herzchen, rosa Bettwäsche: Die Ausstatter durften sich hier so richtig austoben – das hat bestimmt Spaß gemacht!

    Im Schlafzimmer von Lily und Marshall geht es unruhig zu.

    2. Ich kann mir nicht helfen, aber im Schlafzimmer von Lily und Marshall von “How I met your mother” würde ich kein Auge zu tun. Hier gibt es keine luftig-hellen Kissen, sondern dunkle Erdtöne, die mit knalligen Blaufarben kontrastiert werden – das wirkt auf mich sehr unruhig. Und das Geweih an der Wand macht das Zimmer auch nicht gerade kuscheliger…

    Die Kulisse der Beimer-Wohnung in der "Lindenstraße".

    3. Es gibt wohl kaum tristere Serienwohnungen, als die in der “Lindenstraße”. Vor allem die alten Folgen aus den 80er/90er-Jahren geben ein gruselig realistisches Bild von den damaligen deutschen Wohnzimmern ab. Auch heute heult Mutter Beimer immer noch am Durchschnitts-Küchentisch und richtet ihre Wohnung unpersönlich und bieder ein. Manche Dinge ändern sich eben nie!

    Um Euch (und mich selbst) bei Laune zu halten, geht es nächste Woche mit positiven Beispielen weiter: Serienwohnungen, in die man SOFORT einziehen würde…Versprochen!

    In welche Serienwohnung würdet Ihr nie einen Fuß setzen? Achtet Ihr auch oft auf die Ausstattung?

    gepostet von
    sarah


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    Oktober
    26

    Als Serienheld nach Hollywood

    Eigentlich gelten Serien als tödlich für eine Hollywoodkarriere – ja, es ist schon als Erfolg zu werten, wenn jemand wie David Hasselhoff es schafft, neben “Knight Rider” auch noch als “Baywatch“-Bademeister durchzugehen. Viele Serienstars sind fest mit einer Rolle verbunden und bleiben das auch. Umso bemerkenswerter ist es, wenn sie den Sprung auf die Kinoleinwand schaffen.

    Der "Fresh Prince from Bel Air" vor seiner Zeit als Hollywood-Star.

    Bestes Beispiel: Will Smith. Der 42-Jährige hat sich vom rappenden “Prinz von Bel Air” zum oscarnominierten Schauspieler gewandelt. Sechs Jahre lang mischte er als Ghetto-Junge seine versnobte Verwandtschaft in Los Angeles auf (die komplette sechste Staffel erscheint übrigens am 6. Mai auf DVD!).

    Dann kam 1996 “Independence Day”, ein Jahr später “Men in Black” – Smith hatte es geschafft. Seine Sprösslinge müssen sich im Gegensatz dazu wenig anstrengen, um Erfolg zu haben. Sohn Jaden spielt einfach an der Seite des berühmten Papas und Tochter Willow darf dank ihm in schrillen Outfits ihre Zöpfe in jede Kamera halten – ohne sich zuvor einen Namen in einer Serie gemacht zu haben.

    Ähnlich wie Will Smith konnten auch Jennifer Aniston, (“Friends”), George Clooney (“Emergency Room”), Michelle Williams (“Dawson’s Creek”)  und Johnny Depp (“21 Jump Street”) ihre Serienrollen hinter sich lassen und sich auf die Kinoleinwände spielen. Andere Schauspieler starten ihre Hollywoodkarriere einfach neben ihrer Serienrolle. Ashton Kutcher spielte beispielsweise von 1998 bis 2006 in “Die wilden Siebziger” mit und drehte parallel dazu zahlreiche Filme von “Ey Mann, wo is’ mein Auto” bis zu “Butterfly Effect”.

    Claire Danes mit ihrem Co-Star Jared Leto in "Willkomen im Leben". Auch Leto wurde mit der Serie bekannt.

    Und wieder andere sind so gut, dass nach der ersten Serienhauptrolle sofort Hollywood anklopft, wie etwa bei Claire Danes. Für die Rolle der “Angela” in “Willkommen im Leben” war die damals 13-Jährige eigentlich noch viel zu jung. Doch beim Casting für das sensible Teenie-Drama überzeugte sie durch ihre Glaubwürdigkeit, die ihr später auch den “Golden Globe” einbrachte. Leider wurde “Willkommen im Leben” nach nur einer Staffel abgesetzt – Claire standen danach jedoch alle Türen offen.

    In Deutschland scheint die Lage schwieriger zu sein, hier werden Seriendarsteller höchstens von einer Serie zur nächsten durchgereicht. Doch als triumphierender Stern am deutschen Starhimmel blickt Til Schweiger auf alle herab: Von der “Lindenstraße” zum Tarantino-Helden – das kann ihm selbst ein Will Smith nicht nachmachen!

    Der junge Til Schweiger 1991. Damals spielte er noch den "Jo Zenker" in der "Lindenstraße".

    Was meint ihr? Haben Will Smith und co.  sich den Erfolg in Hollywood verdient? Und welcher Serienstar sollte bald auf der großen Leinwand zu sehen sein?

    gepostet von
    sarah


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    Mai
    5

    Was wurde eigentlich aus …?

    Bud Bundy, Brian Tanner, Winnie Cooper oder Steve Urkle: Wer erinnert sich nicht an die Kinderstars aus unseren Lieblingsserien der 80er und 90er Jahre? Seitdem sind jedoch einige Jahre vergangen und auch die „Kleinen“ sind mittlerweile groß geworden. Doch nur bei wenigen jungen Darstellern konnte man die Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen in der Serie mitverfolgen. Entweder stiegen sie vorher aus oder die Serie wurde abgesetzt. Eine Ausnahme bildet da der deutsche Schauspieler Moritz A. Sachs, der derzeit in der RTL-Show „Let’s Dance“ das Tanzbein schwingt. Der mittlerweile 32-Jährige stand bereits im Alter von sieben Jahren das erste Mal als Klausi Beimer für die „Lindenstraße“ vor der Kamera und ist auch heute noch – 25 Jahre später – Bestandteil der ARD-Vorabendserie. Doch was machen die einstigen US-Kinderstars heute?

    Um das schon einmal vorweg zu nehmen: Nicht alle sind im Showbusiness groß geworden, einige haben Hollywood den Rücken gekehrt, andere konnten auch nach ihrer Zeit als Kinderstar Erfolge in Film und TV feiern. Und wieder andere machten eher mit Peinlichkeiten oder Negativschlagzeilen von sich reden. So zum Beispiel Jeremy Jackson, der als Sohn von David Hasselhoff in der Serie „Baywatch“ bekannt wurde. Im Alter von 17 und 18 Jahren wurde der heute 30-Jährige angeblich wegen Drogenbesitzes verhaftet. Und 2008 soll ein selbstgedrehtes Sex-Video, das Jackson mit seiner ehemaligen Porno-Freundin zeigt, an die Öffentlichkeit gekommen sein. Dass er in den 90er Jahren drei Alben herausgebracht hat, die ausgerechnet von seinem Serienvater David Hasselhoff produziert wurden, macht das Ganze auch nicht besser. Weder als Musiker noch als Schauspieler konnte Jackson große Erfolge einfahren. Der Versuch, nach den zwischenzeitigen Drogen- und Sexskandalen mit Sport wieder auf den richtigen Weg zu kommen, scheiterte offenbar: Nun soll er süchtig nach Wachstumshormonen und Testosteron sein. Es heißt, dass er in diesem Jahr an der Reality-Serie „Celebrity Rehab“ teilnehmen wird, die abhängige Promis vor laufender Kamera beim Entzug begleitet.

    Auch David Faustino, der von 1987 bis 1997 Bud Bundy in „Eine schrecklich nette Familie“ spielte, machte Bekanntschaft mit der Polizei. Im Mai 2007 soll er wegen Trunkenheit am Steuer und Drogenkonsums kurzzeitig festgenommen worden sein. Trotzdem konnte  Faustino auch nach dem großen Erfolg von „Eine schrecklich nette Familie“ immer mal wieder Film- oder Serienrollen („Auf schlimmer und ewig“, „Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI“ oder „Going to California“) ergattern. 2009 nahm der 37-Jährige in der Online-Serie „Star-ving“ sich und sein Leben aufs Korn und mimte einen armen, erfolglosen und chronisch betrunkenen Typen. Immerhin konnte er damit seine Portokasse füllen.

    Mackenzie Rosman, die Darstellerin der Ruthie Camden aus „Eine himmlische Familie“, sorgte vor wenigen Jahren mit erotischen Bildern im Internet für Aufregung. Diese zeigten die heute 21-Jährige lasziv posend nur in Unterwäsche bekleidet oder knutschend mit einer anderen Frau. Als Karrierekick haben ihr diese Aufnahmen nicht gedient. Als Schauspielerin sah man sie seit „Eine himmlische Familie“ nur noch selten. Einem, dem es ebenfalls schwer fiel, nach seiner Zeit als Kinderstar neue Rollenangebote zu erhalten, ist Jaleel White alias Steve Urkel aus „Alle unter einem Dach. Der mittlerweile 34-Jährige wurde als Nachbarssohn der Familie Winslow in den Jahren 1989 bis 1998 mit seinen viel zu kurzen Hosen, der dicken Hornbrille, seinem tollpatschigen Verhalten und der seltsamen Lache zur Kultfigur der Serie. Nach seiner Zeit als Urkel blieben große Film- oder Serienerfolge allerdings aus. Mit „Did You Get My Text“ soll in diesem Jahr aber angeblich ein von ihm geschriebener Film in die Kinos kommen.

    Während sich die eben erwähnten vermutlich eher unfreiwillig aus dem Showbusiness verabschiedet haben, gibt es ehemalige Kinderstars, die bewusst einen anderen Weg gegangen sind. So wie Danica Mae McKellar, die von 1988 bis 1993 als Musterschülerin Winnie Cooper in „Wunderbare Jahre“ zu sehen war. Sie kümmerte sich neben der Schauspielerei (unter anderem hatte sie Gastauftritte in „How I met your mother oder „Navy CIS“) liebend gern um Gleichungen, Wahrscheinlichkeiten und Symmetrien. Im Klartext: Sie studierte Mathematik und hat ihr Studium 1998 mit Auszeichnung abgeschlossen. Nach ihr wurde sogar das „Chayes-McKellar-Winn-Theorem“, ein mathematischer Lehrsatz, benannt. Bis heute hält die 36-Jährige Vorträge an Universitäten und arbeitet als Gastdozentin. Zudem ist sie Autorin des Buches “Math Doesn’t Suck: How to Survive Middle School Math Without Losing Your Mind or Breaking a Nail“, Ehefrau und Mutter. Auch Benji Gregory hat sich nach seinem Serienerfolg für ein Studium (Filmproduktion) entschieden. Nach dem Serienende von „Alf“, wo der heute 32-Jährige von 1986 bis 1990 Brian, den rothaarigen Sohn der Familie Tanner spielte, hieß es für ihn: Hollywood – nein Danke! Die Schauspielerei soll er endgültig an den Nagel gehängt haben. Heute lebt er mit seiner Frau in Arizona.

    Doch es gibt auch diejenigen, die nach ihrer Zeit als Kinderstar nicht in der Versenkung verschwunden und dem Showbusiness treu geblieben sind – so wie „How I met your mother“-Star Neil Patrick Harris. Wisst ihr auf Anhieb, in welcher Serie er bereits als Teenager zu sehen war? Nein? Hier die Lösung: Von 1989 bis 1993 spielte er in der Serie „Doogie Howser“ das hochbegabte Wunderkind Dr. Douglas „Doogie“ Howser, das schon im Alter von 14 Jahren als Assistenzarzt arbeitete. Bevor er dann 2005 in die Rolle des Dauer-Singles Barney Stinson in „How I met your mother“ schlüpfte, war er unter anderem in Filmen wie  „Jeanne d’Arc – Die Frau des Jahrtausends“, „Wunsch & Wirklichkeit“ „Starship Troopers“ oder „Ein Freund zum Verlieben“ zu sehen. Zwischenzeitlich wirkte der mittlerweile 37-Jährige auch in einigen Theatermusicals mit. Privat ist Neil Patrick Harris seit 2004 glücklich mit Schauspielkollege David Burtka. Im Oktober 2010 wurde das homosexuelle Paar Eltern von Zwillingen. Auch Sara Gilbert, die als vorlaute Darlene Conner in der Serie „Roseanne“ bekannt wurde, lebt heute im wahren Leben in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung. Mit ihrer Partnerin, der Produzentin und Autorin, Allison Adler hat sie zwei Kinder. Nach ihrer Zeit als Serienstar soll sie 1997 ein Studium der künstlerischen Fotografie mit Auszeichnung abgeschlossen haben. Als bekennende Vegetarierin engagiert sich die heute 36-Jährige für die Tierschutzorganisation PETA. Dem Showbusiness blieb sie aber dennoch erhalten. Conner spielte unter anderem in den Komödien „Desert Blue“ und „High Fidelity“ mit. Zudem gehörte sie von 2004 bis 2007 als Jane Figler zum Cast von „Emergency Room“. Weitere Serienauftritte hatte Sara Gilbert in „The Big Bang Theory“, „Private Practice“, „Law & Order – New York“ und „Grey’s Anatomy“. Seit Oktober 2010 moderiert sie im US-amerikanischen Fernsehen die Talkshow „The Talk“.

    Es zeigt sich also, dass die Wege der einstigen Kinderstars, die alle ähnlich angefangen haben, dennoch ganz unterschiedlich verlaufen können. Die wenigsten werden dabei, wie unser Klausi Beimer, in seiner Erfolgsserie erwachsen.

    Wer waren eure kleinen Serienlieblinge?

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    admin


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    März
    30

    Mehr Selbstbewusstsein, bitte!

    Liebe deutsche Serie,
    dies ist ein Aufmunterungsbrief. Ich weiß, Du hast es hier in Deutschland schwer. Ständig wirst Du mit den reichen amerikanischen Schwestern verglichen, wirst schlecht geredet und weggezappt. Langweilig seist Du, vorhersehbar, schlecht gespielt. Verteidigt wirst Du selten, wer gibt schon gerne zu, dass er bei „GZSZ“, „Sturm der Liebe“ oder „Lindenstraße“ entspannt?

    Da hilft nur eines: Zeig Dich von Deiner besten Seite. Das Konzept von „Danni Lowinski“ wurde in die USA verkauft? Hast Du doch gewusst! „Berlin, Berlin“ hat einen Emmy gewonnen? Hochverdient! „Doctor’s Diary“ geht in die dritte Staffel? Sei stolz darauf und erzähl davon. Du bist nicht nur „Schwarzwaldklinik“ und „Unter Uns“! Schließlich kriegen wir aus den USA auch lediglich die etablierten Sahnehäubchen zu sehen.
    Damit Du das nächste Mal nicht wieder stumm da stehst und auf Abspann schaltest, hier ein paar Deiner Vorteile, die Du Kritikern entgegnen kannst!

    1. Du bist heimatverbunden.
    Anstatt der New Yorker Skyline sieht der Zuschauer Bilder, mit denen er sich identifizieren kann. Ob wilde Kameraschwenks durch einen fiktiven Berliner Kiez bei „GZSZ“ oder ein Blick auf die Lüneburger Heide bei „Rote Rosen“: Hier kennen wir uns aus. Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht besonders gerne zu „seinem“ „Tatort“ in „seiner“ Region einschaltet („Genau da haben wir doch auch schon einmal Currywurst bestellt“). Diese Art von Unterhaltung bietet „CSI: Miami“ den wenigsten. Ha!

    2. Du kannst Dialekte.
    Schwäbisch, Platt-Deutsch, Bayerisch, Sächsisch, Schweizer-Deutsch … Deine Möglichkeiten sind hier schier unerschöpflich. Dialekte haben humoristisches Potenzial, können Figuren charakterisieren und verleihen Dir Authentizität und Vielschichtigkeit. „Dr. Knechtelsdorfer“ ohne Wiener Schmäh? Langweilig! Der „Bulle von Tölz“ im astreinen Hochdeutsch? Undenkbar! Von teilweise erschütternden Synchronisationen englisch-sprachiger Serien will ich gar nicht erst anfangen … Und ehrlich: Wer versteht im Original schon wirklich sämtliche Krankheitsbilder bei „Dr. House“ ? Eben.

    3. Du bist gesellig.
    Gemütliche Serienabende unter Freunden sind mit den amerikanischen Serien aus der Mode gekommen. Heute hat der eine die Staffel schon im Internet gesehen, die andere während ihres USA-Aufenthalts und der dritte auf DVD. Du hingegen bist anfangs immer neu und dadurch ein Event. Also ab mit den Kritikern in die Kneipe, in großer Runde den neuen „Tatort“ gucken. Oder ins Wohnzimmer der besten Freundin, zum gemeinsamen „Dr. Meier“ -Anschmachten. Macht doch viel mehr Spaß zusammen.

    4. Du hast Stars zum Anfassen.
    Vielleicht sind die deutschen Schauspieler weniger glamourös, als ihre amerikanischen Pendants, dafür sind die Chancen auch größer, einem Serienstar auf der Straße zu begegnen. „Lolle“ an der Supermarktkasse, „Danni Lowinski“ bei H&M oder „Jo Gerner“ in der Kneipe nebenan – die Wahrscheinlichkeit ist zumindest höher, als Alexander Skarsgård beim Arzt zu treffen. Okay, okay: Natürlich würdest auch Du Dich über einen Gastauftritt von Zach Braff freuen. Aber „Stromberg“ und „Pastewka“ sind auch ziemlich witzig.

    Also, liebe deutsche Serie, ganz so schlecht ist es nicht um Dich bestellt. Mehr Selbstbewusstsein, bitte! Dann klappt’s auch mit den Zuschauern.

    Herzliche Grüße
    Deine
    Sarah von Gala.de

    Heute Abend starten auf Sat1 die beiden hauseigenen Serien „Danni Lowinski“ und „Der letzte Bulle“ in die zweite Staffel – schaltet ihr ein? Welche deutschen Serien mögt ihr? Oder schaltet ihr aus, sobald der Berliner Fernsehturm im Bild zu sehen ist?

    gepostet von
    sarah


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    März
    14