Interview mit Alison Brie
Alison Brie kennt ihr bestimmt als brave Ehefrau “Trudy” in “Mad Men”, wo sie sich vom fiesen “Pete Campbell” (ja, “Rorys” Verlobter Vincent Kartheiser!) hintergehen lässt. Mir ist sie aber auch letztes Jahr in der Jason-Segel-Komödie “Fast Verheiratet” aufgefallen, wo sie die chaotische Schwester von Emily Blunts Hauptrolle gespielt hat. Spätestens danach war klar: Alison kann auch Comedy. Und das stellt sie schon seit einiger Zeit regelmäßig in der Serie “Community” unter Beweis. Ab dem 25. März zeigt Comedy Central alle vier Staffeln der Sitcom immer montags bis donnerstags um 21:40 Uhr auch in Deutschland. Letzte Woche konnte ich deshalb Alison Brie in Los Angeles anrufen, wo sie sich gerade für die Premiere der 6. “Mad Men”-Staffel fertig machte. Sie war so lieb und hat mir ein bisschen etwas über ihre beiden Serienhits erzählt!
Bei uns in Deutschland werden jetzt erstmals alle vier Staffeln “Community” gezeigt. Hast du dich eigentlich schon Deutsch synchronisiert gesehen?
Nein, noch nicht aber auf Twitter haben mir Leute Clips von meiner Rolle “Annie” auf Französisch geschickt, die sehr lustig waren. Aber sie waren enttäuscht davon – ich hoffe, die deutschen Stimmen gefallen den Fans! Leider kann ich selbst kein Deutsch, obwohl ich sogar halb Deutsche bin. Meine Mutter ist nämlich zwar in Amerika aufgewachsen aber sie stammt aus Deutschland, ich habe also deutsche Wurzeln. Leider weiß ich nicht genau, woher ihre Familie kommt.
Kannst du dich noch an deinen ersten Tag am Set von “Community” erinnern?
Ohja! Ich war die letzte Hauptrolle, die besetzt wurde. Alle anderen kannten sich also schon von den Proben und ich wurde wirklich am Tag vor Drehbeginn angestellt. Sie riefen mich an und sagten: “Du hast den Job! Bis morgen früh um acht am Set!” Die erste, die ich kennenlernte, war Ivette Nicole Brown, die die “Shirley” spielt. Sie kam in die Maske, sah mich da nervös sitzen und fragte: “Bist du unsere Annie?” Dann kam sie gleich rüber und umarmte mich herzlich. Ich wurde so nett in Empfang genommen! Joel McHale hat mir gleich gesagt, dass er “Mad Men” sehr mag und ich habe mich von Anfang mit allen sehr wohl gefühlt.
Apropos “Mad Men”: Wo fühlst du dich wohler, im Drama oder in der Comedy?
Ich liebe beides sehr. An der Uni haben wir alles gemacht, sehr viel ernstes Material wie Shakespeare aber auch Komödien von Molière. Bevor ich die Rolle in “Community” bekam, hab ich mich aber eher in den ernsteren Rollen gesehen, weil ich die schon an der Uni häufiger gespielt hatte. Ich selbst bin aber etwas albern und lustig, deshalb fühlt sich “Community” vertrauter an, was meinen eigenen Charakter angeht.
”Annie” ist auch eine sehr ehrgeizige Schülerin – warst du auch so zu deiner Schulzeit?
Ja, ich hatte ein bisschen “Annie” in mir. Schon in der Highschool wollte ich Theater spielen und dafür musste man gute Noten haben, das hat mich motiviert. Immer wenn ich eine Rolle spiele, suche ich nach Gemeinsamkeiten zwischen der Figur und mir. Bei “Annie” habe ich viel über meinen eigenen Ehrgeiz und Ziele erfahren und auch über Mitgefühl. Sie ist ein sehr lieber Mensch, der die Menschen in ihrer Gruppe wichtig sind, weil sie noch nie zuvor enge Freunde hatte. Sie hat mir beigebracht, wie man ein besserer Freund ist.













