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    Holt die Cowboy-Stiefel raus

    Wer nicht – wie ich –  schon länger heimlich mit dem Gedanken spielt, sich für einige Zeit als Kellnerin in eine Countrybar nach Nashville abzusetzen, wird wahrscheinlich nicht automatisch zur gleichnamigen ABC-Serie einschalten. Solltet Ihr aber. Ja, “Nashville” ist eine Musikserie und ja, es gibt viel Glitzer und Countrytrash zu sehen. Aber die Serie ist mehr als eine seichte Taylor-Swift-Doku im “Glee”-Format.

    “Nashville”: Hayden Panettiere im obligatorischen Glitzerkleid. Foto: Andrew McPherson/ABC/Lionsgate

    Die erste Überraschung ist Hayden Panettiere. Die On/Off-Freundin von Wladimir Klitschko kennt Ihr bestimmt noch als unverwundbare Cheerleaderin in “Heroes”. In “Nashville” darf sie das millionenschwere Country-Teenie-Idol “Juliette Barnes” spielen – eine zickige, von einer schwierigen Kindheit geschädigte Figur, die Sex als Waffe einsetzt und sich auf Tour in der Einsamkeit ihres Privatjets verliert. Panettiere spielt sie so glaubhaft, dass sie sicherlich keine Probleme haben würde, bald eine echte Tour ausverkauft zu lassen. Denn singen kann die 23-Jährige auch noch!

    Überhaupt die Musik in der Serie: Die Songs sind fast alle speziell für das Format geschrieben worden und gehen sofort ins Ohr. Leichter Countrypop, sicher, – aber gut gemachter. Dass diese Lieder wirklich, wie in der Serie permanent angedeutet,  schwuppdiwupp innerhalb von einer Nacht entstanden, darf bezweifelt werden. Auch Hauptdarstellerin Connie Britton als alternde Country-Legende “Rayna James” gibt im Laufe der ersten Staffel quasi ein ganzes Album zum Besten – wirkt aber gesanglich für mich nicht so überzeugend wie Panettiere. Dafür gefallen mir die Duette von der schüchternen Kellnerin “Scarlett O’Connor” (Clare Bowen) und dem aufstrebenden Musiker “Gunnar Scott” (Briten-Hottie Sam Palladio) gut. Aber hier erst einmal einer von “Juliettes” Countrypop-Ohrwürmern (am Besten, Ihr holt Euch ein Glas Tennessee-Whisky dazu):

    Überraschend ist auch, dass die Frauenfiguren im konservativen Countrymilieu eindeutig stärker und anziehender sind, als die Männerrollen. “Raynas” Bürgermeister-Ehemann wirkt trotz Wahlkampf-Intrigen und einer Affäre blass und langweilig. Der Exfreund von “Scarlett” verfällt blauäugig den Versprechungen der Musikindustrie und der Gitarrist “Deacon Claybourne” scheint auch über ein Jahrzehnt nach der Trennung von Countrykönigin “Rayna” immer noch an ihr zu hängen – und dudelt deshalb im kultigen “Bluebird Cafe” seine Herzschmerzballaden. Gut, dass Hayden Panettiere alias “Juliette” den sehr viel älteren Musiker erst einmal aufmischt.

    Bei uns ist “Nashville” momentan auf dem Bezahl-Sender Fox zu sehen und zwar immer Dienstags um 21:45 Uhr. Ich bin jetzt jedenfalls soweit, die Ted-Mosby-Cowboy-Stiefel rauszuholen. Yeeehaw!

    Habt Ihr Lust auf “Nashville”?

    gepostet von
    sarah


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    März
    5

    Heimliche Liebe: Musicals

    Holt Eure Haarbürsten raus, es kann losgehen: RTL 2 zeigt ab dem 3. Januar die erste Staffel “Smash”.

    Ok, ich gebe es zu: Meine Kolleginnen und ich waren im neuen “Rocky”-Musical – und fanden es großartig. Tatsächlich waren wir alle hinterher so begeistert, dass wir am liebsten nochmal reingegangen wären. Im Nachhinein frage ich mich schon, wie wir bei Songtiteln wie “Die Nase hält noch” ernst bleiben konnten aber offensichtlich hat uns das Musical-Fieber erwischt.

    Ich komme mir zwar ziemlich uncool vor, aber ich hatte schon immer ein Herz für Musicals. Möchtet ihr nicht auch als Löwe verkleidet auf einer Bühne laut “Caaaaan you feel the loooove tonight” schmettern?! Nein? Ok… Spätestens seit den Musical-Folgen von “Buffy” oder “Scrubs” freue ich mich aber – natürlich möglichst diskret – wenn Serien sich an Gesang wagen.

    Wenn es euch auch so geht, habt ihr ab dem 3. Januar die Chance, eure heimliche Liebe auszuleben: RTL 2 zeigt bis zum 6. Januar die erste Staffel der Musical-Serie “Smash”. Das Ganze kann man sich als Marathon reinziehen: Ab 20:15 Uhr laufen täglich jeweils vier Folgen. “Smash” ist ein bisschen wie “Glee” für Erwachsene, nur spielen sich hier die Dramen in der knallharten Welt des Showgeschäfts ab. Es geht um die Entstehung eines neuen Broadway-Musicals über das Leben von Marylin Monroe – Intrigen, Herzschmerz und natürlich viel Musik lassen nicht lange auf sich warten. Die Idee stammt übrigens von Steven Spielberg, der es geschafft hat, einige bekannte Gesichter zu verpflichten.

    Debra Messing aus “Will & Grace” spielt zum Beispiel eine preisgekrönte Broadway-Autorin, Jack Davenport aus “Coupling” einen fiesen Choreographen und die Oscargewinnerin Angelica Huston tritt als Musikproduzentin auf. Schon allein deshalb lohnt es sich sicher, einzuschalten. In den USA läuft im Februar übrigens die zweite Staffel an, mit Gaststars wie Jennifer Hudson.

    Habt Ihr “Smash” gesehen? Wisst Ihr auch nicht genau, für welche “Marilyn” Ihr sein sollt?

    gepostet von
    sarah


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    Januar
    3

    Taschentücher raus!

    Gibt es eigentlich irgendjemanden, der gut mit Abschieden umgehen kann? Wir hatten jedenfalls heute Morgen hier in der Redaktion gleich feuchte Augen, weil sich zwei liebe Kolleginnen in den Mutterschutz verabschieden … Dabei gab es bei uns Muffins, Luftballons und Geschenke – und nicht etwa traurige Musik, verschwommene Rückblenden und sentimentale Vorschauen. Mit diesen fiesen Tricks bringen uns bekanntlich die Serienautoren zum Heulen.

    Abschied in der Gala.de-Redaktion: Die Baby-Party für unsere werdenden Mütter Claudia und Rachel.

    Ihre Königsdisziplin dabei: Letzte Folgen. Der Abschied von der Lieblingsserie kann manchmal wirklich hart sein (ich hab es bis heute nur ein einziges Mal über mich gebracht, die letzte Folge “Friends” anzusehen…;)) Wenn das Prinzip der Serialität gebrochen wird, verstößt das einfach gegen ein Versprechen: Serien verheißen doch insgeheim, dass es eben keinen Abschied geben wird!

    Marienhof hat sich nach 18 Jahren vom Publikum verabschiedet - mit zahlreichen Schnulzen.

    Marienhof hat sich nach 18 Jahren vom Publikum verabschiedet - mit zahlreichen Schnulzen.

    Bei der letzten Folge “Marienhof” gestern wurden die oben genannten Stilmittel jedoch derart übertrieben ausgereizt, dass kaum jemand ein Tränchen vergossen haben dürfte. Die Folge bestand eigentlich nur aus einer lieblosen Aneinanderreihung von Schnulzen von Rascal Flatts “I’m Moving on” bis zu Damien Rice, der sanft fragte “Is that alright?”. Nein, das ist nicht alright. Ein bisschen mehr Tiefe dürfte schon drin sein.

    Zum Beispiel wie bei “Six Feet Under”. Hier schmachtet zwar auch Sia den sentimentalen Song “Breathe Me” und es gibt zahlreiche Vorschauen, aber das Ganze ist einfach gut gemacht und bietet einen runden Abschluss. Ich hab leider nur die französische Variante gefunden:

    Das gleiche Prinzip funktioniert auch bei der letzten Folge der achten Staffel von “Scrubs”: Hier singt Peter Gabriel “Book of Love” während J.D. sich seinen typischen Zukunftsträumen hingibt:

    Ich muss aber sagen, dass mir die offenen Serienenden lieber sind. In dieser Hinsicht toppt eigentlich nichts die letzte Folge der “Sopranos”: Der abrupte Schnitt zum schwarzen Bildschirm wurde heftigst diskutiert, passt meiner Meinung nach aber perfekt zum Konzept der Serie. Dazu “Don’t Stop Believing” von “Journey” und voilá – Ein spannendes Serienende:

    UPDATE: Im Video unten sind am Ende Schüsse zu hören – das ist im Original nicht der Fall! Aber die Szene wurde häufig so interpretiert. Danke @ bougawouga für den Hinweis!

    Na, habt ihr schon die Taschentücher draußen? Welches Serienende ist euch in Erinnerung geblieben?

    gepostet von
    sarah


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    Juni
    16