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    Kein Sonntag ohne “Tatort”

    Ulmen und Tschirner haben mit einem humorvollen “Tatort” überzeugt. Foto: MDR/Andreas Wünschirs

    Bei mir daheim gilt wie in vielen deutschen Haushalten: Kein Sonntag ohne “Tatort”. Ja, das kann manchmal weh tun. Aber zum Glück sind die ARD und die produzierenden Sender mit ihrem Flaggschiff gerade wirklich auf gutem Kurs. Ich hab mich jedenfalls in den vergangenen Wochen bestens unterhalten gefühlt und bin begeistert von der großen Bandbreite, die die Krimireihe da gewuppt hat. Los ging es über die Feiertage: Christian Ulmen und Nora Tschirner haben bei ihrem ersten Einsatz in Weimar tatsächlich einen humorvollen, unprätentiösen Krimi abgeliefert. Dabei war ich skeptisch, als ich von der Besetzung hörte  – die Berliner Hipster hätten als Ermittler auch ziemlich nervig werden können. “Die fette Hoppe” hat mir aber echt Spaß gemacht, die Chemie zwischen den beiden stimmt einfach und die Quoten waren natürlich mit über acht Millionen Zuschauern mehr als solide.

    Noch beachtlicher ist jedoch der Quotenerfolg von letztem Sonntag: Die Kölner “Tatort”-Folge “Franziska” musste aus Jugendschutzgründen erstmals um 22 Uhr ausgestrahlt werden – und lockte trotzdem über sieben Millionen vor den Fernseher.

    Großartige Abschiedsvorstellung: Tessa Mittelstaedt in “Franziska”. Foto: WDR/Martin Valentin Menke

    Mag sein, dass der in vielen Bundesländern anschließende Feiertag da geholfen hat, aber die Episode war herausragend. Ich hab immer noch Gänsehaut, wenn ich an die Hauptdarstellerin Tessa Mittelstaedt denke. Es war zwar  bekannt, dass sie nach 13 Jahren das “Tatort”-Team verlassen will, trotzdem habe ich bis zum Schluss noch gehofft, dass “Franziska” die quälende Geiselnahme im Gefängnis überlebt. Die beklemmende Folge hat natürlich auf ganz andere Art unterhalten, als es Tschirner und Ulmen taten. Umso schöner, dass der “Tatort” sich so unterschiedlich auf gleichbleibend hohem Niveau präsentiert.

    Mein persönlicher Favorit aus den vergangenen Wochen war aber der Kieler “Tatort” kurz vor Silvester: So herrlich absurd aber trotzdem funktionierend und einfach wunderbar stilisiert war schon lange keine Folge mehr. Lavinia Wilson durfte neben Axel Milberg als “Kommissar Borowski” eine facettenreiche Psychopathin geben und Leslie Malton wurde am Kieler Hafen ermordet – ohne, dass je jemand davon erfahren wird.  Als heimliche Cat Lady hat mir natürlich auch der Gastauftritt des schwarzen Katers gut gefallen!

    Nur der schwache Leipziger “Tatort” zum Jahresanfang hat mich nach den großartigen Folgen aus Weimar und Kiel tatsächlich umschalten lassen – ausgerechnet zum “Traumschiff”, wo Sascha Hehn sich erstmals die Kapitänsmütze aufsetzte… Gerade wirft der nächste “Tatort” aus Hamburg seine Schatten voraus: Til Schweiger hat der “Bild”-Zeitung erzählt, dass die Folge im März sehr blutig werden wird. Mir hat schon der erste Action-”Tatort” mit Schweiger im Gegensatz zu vielen anderen Zuschauern super gefallen. Ich freue mich eben immer, wenn es Sonntagabend Abwechslung gibt!

    Welcher “Tatort” hat Euch in den letzten Wochen gut gefallen?

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    sarah


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    Januar
    8

    Junge Gesichter beim “Tatort” Erfurt

    Junges Team für Erfurt: Friedrick Mücke, Alina Levshin und Benjamin Kram.

    Am Sonntag startet der neue Erfurter “Tatort” mit dem jüngsten Ermittlerteam aller Zeiten. Unsere Jüngste im Bunde, Praktikantin Corinna, hat die neuen Spürnasen zum Interview getroffen. Danke, Corinna!

    Tatort: Hamburg; Tatzeit: viel zu früh. Das lässt zumindest die noch leicht verschlafene Miene von Friedrich Mücke vermuten. Nach einem Schluck aus seiner Tasse schaut er mit Milchbart in die Runde. Seine Kollegin Alina Levshin muss schmunzeln und auch Benjamin Kramme kann sich ein Lächeln nicht verkneifen. Genau auf diese junge, ungezwungene Art der drei Nachwuchs-Talente setzt auch der neue Erfurter “Tatort”.

    Von den vielen Fällen der legendären Krimireihe konnten mich bis dato nur wenige überzeugen. Polizeibeamte mittleren Alters, die in verschiedenen deutschen Städten stets nach dem gleichen Muster auf Verbrecherjagd gehen? Nein, danke! Doch die drei Jungschauspieler haben mich neugierig gemacht und wenn sie am 3. November als Kriminalhauptkommissar “Henry Funck”, Kriminaloberkommissar “Maik Schaffert”  und als angehende Staatsanwältin “Johanna Grewel” in Thüringens Landeshauptstadt Fälle lösen, werde auch ich ausnahmsweise den “Tatort” einschalten.

    Während sich Friedrich Mücke zu seinem nächsten Einsatz verabschiedet (er steht aktuell noch für ein weiteres Filmprojekt vor der Kamera), möchte ich mehr über die beiden verbleibenden “Tatort”-Neulinge wissen und plaudere bei Salami-Brötchen und Kaffee entspannt mit Alina Levshin und Benjamin Kram.

    Frühstücks-Treffen: Unsere Praktikantin Corinna (Mitte) mit Benjamin Kramme und Alina Levshin in Hamburg.

    Als bisher jüngstes Tatort-Ermittlerteam sind Sie in die Fußstapfen großer Ermittler getreten. Waren die Rollen deshalb eine besondere Herausforderung für Sie?

    Levshin: Ich persönlich war ziemlich gespannt darauf, wie es sich wohl anfühlt und besonders vor dem ersten Drehtag sehr aufgeregt. Es ist aber auch einfach eine tolle Sache, der man natürlich gerecht werden möchte.

    Kramme: Dadurch, dass der Tatort schon eine so lange Geschichte mit so vielen tollen Ermittlern und Ermittler-Teams hat, ist es schon etwas Besonderes, wenn man das Ganze dann selber macht und natürlich somit auch eine Herausforderung.

    Als der erste Tatort 1970 im Fernsehen lief, waren sie alle noch gar nicht geboren. Gibt es trotzdem eine persönliche Verbindung zu der legendären Krimireihe?

     Kramme: Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der relativ wenig Fernsehen geschaut wurde, deshalb bin ich erst während meiner Studienzeit so richtig mit dem “Tatort” in Berührung gekommen. Als es auf der Schauspielschule um den “Tatort” ging, habe ich mir vermehrt auch ältere Folgen aus den 70ern angesehen. Da gibt es eine lange Tradition, die wirklich sehr interessant ist.

    Levshin: Ich bin auch nicht direkt mit der Sendung aufgewachsen, sondern habe den “Tatort” erst als Studentin für mich entdeckt. Spätestens auf der Schauspielschule wusste man aber dann, dass der “Tatort” was Besonderes ist.

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    sarah


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    Oktober
    30

    So fanden wir den Schweiger-”Tatort”

    Filmstar im “Tatort”: Til Schweiger ermittelt jetzt in Hamburg. Foto: NDR/Marion von der Mehden

    Peng, Peng, Peng: Til Schweiger hat seinen ersten Fall als Hamburger “Tatort”-Kommissar hinter sich gebracht und mit knapp 13 Millionen Zuschauern hat er es geschafft, die höchste “Tatort”-Quote seit 20 Jahren vorzulegen – Respekt! Natürlich ist auch bei uns in der Redaktion der Krimi von gestern Diskussionthema, es scheiden sich jedoch die Geister: Ich bin begeistert, Andrea genervt und Ines hat sich verliebt…. Los geht es mit unseren sehr unterschiedlichen Top 3!

    Sarah: Drei Gründe, warum Til Schweiger der beste “Tatort”-Kommissar aller Zeiten ist

    1.  Schweiger bringt uns James-Bond-Feeling in den staubigen Sonntagabend: “Kommissar Tschiller” springt auf fahrende Autos auf, schwingt sich locker mit einem Drahtseil durch Fenster in andere Stockwerke hinein und liefert sich ohne Rücksicht auf Verluste wilde Schießereien. “Nick Tschiller” kann Action – das ist nicht so wie bei “Klara Blum” am Bodensee, wo man als Zuschauer jedesmal Angst hat, dass ihr die Waffe gleich aus der Hand fallen könnte…

    2. Schweiger hat genügend Distanz zu sich selbst, um selbstironisch für komische Momente zu sorgen. Er bringt so viel Star-Potenzial mit, dass selbstreferentielle Sprüche wie diese gut funktionieren: “Schiller, wie der Dichter?” – “Nein Tschiller. Ich nuschel ‘n bisschen” oder “Ok, ich geb’s zu: Ich bin schwul!”. Fand ich lustig.

    3. Schweiger bringt seine Leute mit zum “Tatort”. Hätte Wotan Wilke Möhring auch für einen anderen Hamburger “Tatort”-Kollegen einen Gastauftritt hingelegt? Wäre das Studio Hamburg auch auf den oberguten Fahri Yardim als Co-Kommissar “Yalcin Gümer” gekommen? Außerdem hat Schweiger durchgesetzt, dass deutlich mehr Geld als üblich in seinen “Tatort” geflossen ist – was uns Zuschauern unter anderem ein bildgewaltiges Finale auf der Baustelle der Hamburger Elbphilharmonie beschert hat. Top!

    Andrea: Drei Gründe, warum Til Schweiger der nervigste “Tatort”-Kommissar aller Zeiten ist

    1. Til Schweigers Sprachproblem. Ich hätte ihm vor dem “Tatort”-Dreh gerne einen Termin beim Logopäden vereinbart. Denn Schweiger nuschelt sich derart durch die Szenen, dass ich teilweise krampfhaft  auf die Lauter-Taste gedrückte habe, um was zu verstehen – ohne Erfolg übrigens.

    Neuer Star am “Tatort”-Himmel: Der Hamburger Fahri Yardim hat viele Fans. Foto: NDR/Marion von der Mehden

    2. Anscheinend hat sich Herr Kokowääh sowieso eher auf die rasanten Action-Szenen konzentriert. Die brachten mich aber eher zum Schmunzeln. Ein Kommissar, der einen Transporter bei gefühlten 120 km/h einholt, das arme entführte Mädchen rettet und dann fast unversehrt wieder auf der Straße landet. Ernsthaft?!

    3. Seine Klüngelei. “Natürlich habe ich einige Schauspieler mit ins Boot geholt, mit denen ich schon häufiger zusammengespielt habe. Was soll daran falsch sein?”, fragte Til Schweiger zwei Wochen vor der Ausstrahlung des Krimis im Spiegel-Gespräch. Fast sympathisch, dass er so offen zu seiner Einfallslosigkeit steht. Mich nerven die immer gleichen Gesichter trotzdem. Vor allem im Zusammenspiel mit Tochter Luna, die im Tatort – Überraschung – seine Tochter spielt, musste ich immer wieder überlegen: Hat die ARD vielleicht doch aus Versehen die “Schutzengel”-DVD aus dem Regal geholt?

    Ines: Drei Gründe, warum Fahri Yardim der einzig wahre “Tatort”-Kommissar ist

    1. Nachthemd, Krücken und Pfefferspray – das sind die Utensilien eines wahrhaft genialen Kommissars. Neben der ganzen Schweiger-Action ist sich Fahri Yardim nicht zu cool, seinen ersten Fall angeschossen aus dem Krankenhausbett zu lösen. Ist klar, das steht alles so im Drehbuch, aber er verkörpert den witzigen Sidekick auf zurückhaltend großartige Weise und wird dadurch für mich zum Star des “Tatorts”. Das sehen offenbar auch viele andere Zuschauer so. Seine Fananzahl auf Facebook hat sich offenbar in den vergangenen Stunden verdoppelt.

    2. Fahri Yardim ist ein echter Hamburger Jung und versprüht im viel gescholtenen Hamburger “Tatort” tausendmal mehr Lokalkolorit als es (die betont Hochdeutsch sprechenden) Simone Thomalla in Leipzig oder Richy Müller in Stuttgart jemals könnten. Dem nimmt man die Rolle einfach ab.

    3. Fahri Yardim? Es ist Liebe!

    Was sagt Ihr: War Til Schweiger besser/schlechter als erwartet? Wie hat Euch der neue Hamburger “Tatort” gefallen?

     

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    sarah


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    März
    11

    Ermitteln in Hamburg ist sexy

    Meine Kollegin Ines hat sich gestern durch den Regen aufgemacht, um Til Schweiger zu treffen. Denn ja: Der “Tatort”-Dreh in Hamburg geht los!

    Til Schweiger beantwortet geduldig Journalistenfragen.Draußen ist das Wetter schirmzerstörend stürmisch, drinnen erzählt Til Schweiger von seinem neuen actiongeladenen “Tatort” – passt irgendwie zusammen. Nicht dass ich davon ausgehe, dass der NDR für seine Pressekonferenz, bei der das neue “Tatort”-Team der Öffentlichkeit präsentiert wird, extra solches Wetter bestellt hat. War eben ein schöner Zufall – und in Hamburg auch nicht unwahrscheinlich.

    Am 30. Oktober wird also Til Schweiger seinen ersten Krimi-Drehtag in der Hansestadt haben. Wenige Tage vorher stellt sich Til gut gelaunt, wenn auch den Kopf scheinbar gelangweilt auf die Hand aufstützend, den vielen Journalisten. Denn wenn er ruft, kommen sie alle – ob sie ihm wohlgesonnen sind, oder nicht. Er selbst ist zumindest dem neuen Arbeitsort wohlgesonnen: “Aber hallo, freue ich mich drauf!” und meint damit den Drehstart. Denn er finde es “sexy in Hamburg zu ermitteln und nicht in einer anderen Stadt”.

    An Til Schweigers Seite wird Fahri Yardim vor der Kamera stehen, der auch im wahren Leben “ein guter Freund” ist. Mit Schweigers ältester Tochter Luna, die auch die Tochter seiner Ermittlerfigur “Nick Tschauder” spielt, wird der “Tatort” also zum Freundes- und Familienunternehmen. Falls sich jemand wundert: Die Besetzung sei trotzdem eine Konsensentscheidung zwischen dem Regisseur, der Produktion und – na klar – auch ihm, betont der 48-Jährige.

    Mit der gefühlt ewig schwelenden Diskussion um seine Forderung nach einem neuen “Tatort”-Vorspann räumt er dann auch noch auf. Als “dämlich” und “outdated” hatte er die 30 Sekunden bezeichnet, die für Millionen von Deutschen das Ende vom Wochenende einläuten. Ein kurzes Statement im “Jubeltaumel” nach einer Preisverleihung ist ihm da wohl zum Verhängnis geworden.  “Alle haben über diese Scheiße geschrieben”, sagt Schweiger gewohnt unverblümt. Wenn er das nicht möchte, könnte er allerdings ab und an seinem Nachnamen gerechter werden, sage ich. Altmodisch findet er den Vorspann zwar immer noch, aber abschaffen will er ihn dann doch nicht mehr. “Meinetwegen kann der noch 30 Jahre kommen.” Denn wichtig ist sowieso, was nach dem Vorspann kommt.

    Fahri Yardim und Til Schweiger sind das neue "Tatort"-Team.

    Das neue “Tatort”-Team: Fahri Yardim und Til Schweiger. Mehr Action zeigen sie ab 30. Oktober in Hamburg. Dann ist Drehbeginn.

    Aber bei dem ganzen Gewese um Til Schweiger und wen er nun wieder spielt oder was er jetzt schon wieder kritisiert, sollte ein anderer nicht aus den Augen verloren werden: Fahri Yardim. Der ist mir mit Statements wie “Wenn ich in Tils Schatten stehen würde, müsste die Sonne ganz schön tief stehen” oder “Ich liebe Hamburg. Hier hat mich meine Mutter auf die Welt gekämpft” so sympathisch aufgefallen, dass ich mir den Schweiger-Yardim-”Tatort” sicher seinetwegen anschauen werde. Als “witzig und sexy” beschreibt Regisseur Christian Alvart den 32-Jährigen. “Der ist ein Superstar. Das weiß nur noch keiner.” 2013 wird sich diese frohe Kunde sicher übers ganze Land verbreiten. Für mich ist die Frage “Who puts the sexy in Hamburg?” allerdings längst geklärt.

    Seid Ihr schon gespannt auf den neuen “Tatort”?

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    ines


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    Oktober
    26

    Teurer Action-Schweiger

    Der teuerste “Tatort” aller Zeiten: Til Schweiger will mehr Action.

    Wenn es nach dem Regisseur des neuen Hamburg-”Tatorts” geht, dann soll bei den Ermittlungen von Til Schweiger ordentlich viel Dynamit und Geld verpulvert werden. Christian Alvart berichtete der Bild-Zeitung, dass ihm und Til ein “temporeicher Action-Thriller mit mehr Pyrotechnik, kaputten Autos und mehr Schießereien” vorschwebt. Ein “Tatort” im Stil von “Alarm für Cobra 11″? Mit Til Schweiger scheint nichts unmöglich, er will bekanntlich auch den Vorspann ändern

    Doch so viel Action hat seinen Preis: Angeblich wird der Schweiger-”Tatort” der teuerste aller Zeiten. Rund zwei Millionen Euro soll die erste Folge kosten. Normalerweise hat eine Episode der Krimireihe laut “Bild” im Schnitt ein Budget von 1,2 bis 1,5 Millionen.

    Hoffentlich fliegt die ganze Action Schweigers Kommissar “Nick Tschauder” nicht doch noch um die Keinohren – ich hoffe auf viel Selbstironie und Witz. Schließlich hat sich der Schauspieler in den vergangenen Jahren eher auf kuschlige Komödien konzentriert. Mit seinem Film “Schutzengel” versucht sich Schweiger momentan auch im Kino an härteren Thriller-Rollen.

    Regisseur Alvart hat das offensichtlich überzeugt: “Können Sie sich vorstellen, dass Til Schweiger an der Tür klingelt und um Einlass und Alibi bittet? Nein, der fragt nicht an der Tür, der tritt sie ein”, schwärmt er von seinem Action-Held.

    Lassen wir uns überraschen, im Oktober starten die Dreharbeiten. Mir hat übrigens vor zwei Wochen das neue Team in Dortmund mit ganzen vier Kommissaren sehr gut gefallen – endlich mal wieder ein jüngerer “Tatort”!

    Nehmt Ihr Til Schweiger den harten Action-Kommissar ab? Mit genügend Coolness und Witz könnte es funktionieren, oder?

     

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    sarah


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    Oktober
    1

    Wer kann Tatort?

    Beim “Tatort” ist bekanntlich gerade Sommerpause, macht aber nichts, schließlich werden die Abende länger und außerdem sind wir ja alle mit der EM gut abgelenkt. Trotzdem kam der Kultkrimi diese Woche ins Gespräch und zwar von ganz unerwarteter Seite: Otto Waalkes hat berichtet, dass er einst Kommissar werden sollte – und das Angebot abgelehnt hat.

    Fast ein bisschen schade: Beinahe wäre Otto Waalkes einst "Tatort"-Kommissar geworden.

    Das Ganze ist zwar schon zehn bis fünfzehn Jahre her, trotzdem ist die Vorstellung auch damals absurd gewesen: Hätte Otto etwa samt Ottifanten ins Kreuzverhör gehen sollen? Otto kommentierte die Anekdote jetzt einfach mit einem Seitenhieb auf den in den Startlöchern stehenden Kommissar Keinohrhasen: “Das Angebot kriegt wohl jeder mal, sogar Til Schweiger.”

    Dem ist nun wirklich nichts entgegenzusetzen, was mich zu der Frage bringt: Wer stand wohl noch auf der geheimen Liste der angefragten “Tatort”-Kommissare”? Hat etwa Cindy aus Marzahn gnädigerweise Maria Furtwängler den Vortritt bei den Ermittlungen in Niedersachsen gelassen? Sollte eigentlich Atze Schröder in Münster mit Doktortitel Leichen obduzieren?

    Ich würde mich über einen weiteren absurden “Tatort”-Kandidaten á la Schweiger freuen – vielleicht kann Larry Hagman wieder bei “Dallas” aussteigen und bei uns ermitteln oder Bushido verlegt seine anstehende Elternzeit auf die Polizeiwache!

    Wen würdet Ihr Euch als “Tatort”-Kommissar wünschen?

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    sarah


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    Juni
    15

    Kommissar Keinohrhase, übernehmen Sie!

    Am Sonntag (6. Mai)  heißt es Abschiednehmen: Zum letzten Mal wird Mehmet Kurtulus alias Kommissar “Cenk Batu” im Hamburger “Tatort” ermitteln. “Die Ballade von Cenk und Valerie” verspricht zum Schluss noch mal richtig dramatisch und düster zu werden.

    Das bedeutet aber auch, dass bald die Ablösung kommt und das könnte interessant werden. Denn auch wenn ich diese sehr dunkle “Tatort”-Variante mit Kurtulus mochte, kann ich das Debut seines Nachfolgers kaum abwarten: Bekanntlich wird Til Schweiger in Zukunft in Hamburg ermitteln und das kann eigentlich nur unglaublich unterhaltend werden – im positiven wie im negativen Sinn.

    Der eine geht, der andere kommt: Mit Schweiger könnte der Hamburger "Tatort" lustig werden.

    Und prompt ging die Show bereits vor Drehbeginn los:  “Kommissar Keinohrhase” hat sich nämlich mit den “Tatort”-Fans angelegt, und den berühmten Vorspann des Krimis in schönster Schweiger-Manier als “dämlich” und “outdated” beschimpft. “Ich werde dafür kämpfen, dass bei meinem ersten ‘Tatort’ ein anderer Vorspann läuft,” verkündete er dazu selbstbewusst.

    Ich will ihm ja jetzt nicht zu nahe treten, aber die ARD würde wohl eher den Ermittler, als den Vorspann austauschen… Doch Til Schweiger fühlt sich in Deutschland  ja des öfteren verkannt, wollte schon einmal einen eigenen Filmpreis ausrufen, weil seine “Keinohrhasen” beim Deutschen Filmpreis nicht berücksichtigt wurden. Da sind die Vertragsverhandlungen als “Tatort”-Kommissar natürlich eine willkommene Herausforderung – wer weiß, vielleicht gibt es für ihn wirklich eine Ausnahme!

    Aber hoffentlich beherrscht Til Schweiger die Kunst der Unterhaltung auch vor der Kamera so gut. Er muss es schaffen,  ähnlich wie es ihm in Quentin Tarantinos “Inglorious Basterds” schon einmal gelang, seine Rolle mit genügend Coolness auszufüllen. Dann kommt er seinem nicht gerade bescheidenen Ziel, “so eine Art Schimanski 2012 reloaded” zu werden, vielleicht doch ganz nah.

    Seid Ihr auch schon gespannt auf Til Schweiger im “Tatort”? Und schaut Ihr am Sonntag zu, wenn Mehmet Kurtulus zu seinem letzten Fall antritt?

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    sarah


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    Mai
    3

    Emmys 2011: Die Dankesreden

    Wer gestern abend in Deutschland ferngesehen hat, der war vermutlich mit Professor Boerne und Kommissar Thiel auf Verbrecherjagd beim “Tatort” in Münster.  Ich musste vor allem bei einer Szene ziemlich lachen: Als Professor Boerne alias Jan Josef Liefers selbstverliebt eine Dankesrede vorm Spiegel einübt (“Bleibt doch sitzen, Kinders”).  Ob er sich das wohl in den USA abgeschaut hat? Dort gab es gestern abend im Fernsehen nämlich ziemlich viele Dankesreden zu sehen: Die 63. Emmy Awards wurden verliehen!

    Einige meiner Lieblinge haben es dieses Jahr geschafft, sich einen der Fernseh-Oscars abzuholen: zum Beispiel Julianna Margulies für “The Good Wife”  oder wie so oft “Mad Men”! Leider waren die Dankesreden nur halb so amüsant wie die von Professor Boerne… Neben dem üblichen “Oh mein Gott, mir läuft die Zeit weg” und dem Runter-Rattern sämtlicher Beteiligter war nicht viel zu hören. Wenigstens wirkte Kate Winslet überzeugend überwältigt – und leicht hysterisch:

    Die arme Sookie – äh – Melissa McCarthy musste sogar mit Krönchen auftreten und heulte Rotz und Wasser:

    Damit es nicht allzu langweilig wurde, kam zwischendurch wirklich Charlie Sheen auf die Bühne. Seine Entschuldigung wirkte jedoch ziemlich unecht, oder?

    Ich finde, beim nächsten Mal sollten sich die Gewinner bei den Danksagungen mehr Mühe geben! Dafür sind die Star-Namen bei den Emmys mittlerweile fast so groß, wie bei den Oscars: Martin Scorcese hat einen Preis für “Boardwalk Empire” entgegen genommen, Gwyneth Paltrow präsentierte einen Award und Katie Holmes war auch mit von der Partie. Eine Liste mit allen Emmy-Gewinnern findet Ihr übrigens hier!

    Wurden Eure Lieblingsserien bei den Emmys ausreichend bedacht? Und: Habt Ihr nach dem “Tatort” auch versucht, Euch den Pullover männlich/weiblich auszuziehen? ;)

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    sarah


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    September
    19

    Schlaaaaaaaand!

    Wie ihr ja wisst, hab ich ein Herz für deutsche Serien.  Das geht sogar so weit, dass ich die heimischen Produktionen mit dem Eifer eines Fußballfans verteidige, wenn es darauf ankommt. Meiner Meinung nach sollten deutsche Serien aus Fairnessgründen einfach nicht mit den amerikanischen verglichen werden. Es ist ein bisschen wie beim Frauenfußball: Es ist nicht dasselbe – aber wenn man sich darauf einlässt,  kann es Spaß machen.

    Dominic Boeer und Jörg Schüttauf ermitteln in der Action-Krimiserie "Die Draufgänger".

    Deshalb habe ich gestern besonders meine Ohren gespitzt, als RTL sein Jahresprogramm 2011/2012 bekannt gab. Und tatsächlich: Der Kölner Sender traut sich mit drei Eigenproduktionen aufs Spielfeld. Da wäre einmal die Krimiserie “Die Draufgänger”.  Originell ist die Story um einen lockeren/einen biederen Polizisten nicht. Aber die Serie bedient die Krimi-Affinität der Deutschen und hat mit Dominic Boeer (“GZSZ”) und Jörg Schüttauf (“Tatort”) zwei charismatische Hauptdarsteller.

    Chris Vance befördert als "Transporter", was immer von ihm verlangt wird.

    RTL versucht sich außerdem an einer internationalen Co-Produktion, unter anderem mit dem amerikanischen Serienweltmeister HBO. Der Pay-TV-Sender beheimat Erfolgssendungen wie “The Sopranos”, “Sex and the City”, “Six Feet Under” und “True Blood”.  Für die neue Serie “Transporter”  wird der britische Schauspieler Chris Vance in die Rolle eines Ex-Eitesoldaten schlüpfen.

    Eine Sitcom ist mit “Sekretärinnen – Überleben von neun bis fünf” auch neu in der RTL-Mannschaft. Der Titel klingt umständlich aber ich mag Workplace-Comedys im Prinzip ganz gerne und die Hauptdarstellerin Ellenie Lany Salvo González wirkt sympathisch. Außerdem übernimmt Nina Vorbrodt, die böse Oberschwester aus “Doctor’s Diary” auch eine Rolle.

    Die neue Büro-Sitcom: "Sekretärinnen - Überleben von neun bis fünf"

    Für meinen Liebling “Doctor’s Diary” sieht es übrigens auch ganz gut aus: Eine vierte Staffel sei geplant, jedoch nicht für die kommende Saison. Das Team ist wohl momentan noch zu beschäftigt: Sexy “Dr. Meier” alias Florian David Fitz trägt gerade abwechselnd Jesus-Mähne oder Pornobart für Filmrollen und der Autor Bora Dagtekin arbeitet am Kinofilm zu seinem früheren Werk  “Türkisch für Anfänger”.

    Übrigens werden auch “Der letzte Bulle” und “Danni Lowinski” bei Sat1  gerade wiederholt. Ja, die deutschen Serien haben sich so langsam eine solide Fanbasis erspielt. In diesem Sinne: Schlaaaaand!!!

    Habt ihr Lust auf die neuen deutschen Serien? An welche deutsche Serie denkt ihr gern zurück?

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    sarah


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    Juli
    20

    Mehr Selbstbewusstsein, bitte!

    Liebe deutsche Serie,
    dies ist ein Aufmunterungsbrief. Ich weiß, Du hast es hier in Deutschland schwer. Ständig wirst Du mit den reichen amerikanischen Schwestern verglichen, wirst schlecht geredet und weggezappt. Langweilig seist Du, vorhersehbar, schlecht gespielt. Verteidigt wirst Du selten, wer gibt schon gerne zu, dass er bei „GZSZ“, „Sturm der Liebe“ oder „Lindenstraße“ entspannt?

    Da hilft nur eines: Zeig Dich von Deiner besten Seite. Das Konzept von „Danni Lowinski“ wurde in die USA verkauft? Hast Du doch gewusst! „Berlin, Berlin“ hat einen Emmy gewonnen? Hochverdient! „Doctor’s Diary“ geht in die dritte Staffel? Sei stolz darauf und erzähl davon. Du bist nicht nur „Schwarzwaldklinik“ und „Unter Uns“! Schließlich kriegen wir aus den USA auch lediglich die etablierten Sahnehäubchen zu sehen.
    Damit Du das nächste Mal nicht wieder stumm da stehst und auf Abspann schaltest, hier ein paar Deiner Vorteile, die Du Kritikern entgegnen kannst!

    1. Du bist heimatverbunden.
    Anstatt der New Yorker Skyline sieht der Zuschauer Bilder, mit denen er sich identifizieren kann. Ob wilde Kameraschwenks durch einen fiktiven Berliner Kiez bei „GZSZ“ oder ein Blick auf die Lüneburger Heide bei „Rote Rosen“: Hier kennen wir uns aus. Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht besonders gerne zu „seinem“ „Tatort“ in „seiner“ Region einschaltet („Genau da haben wir doch auch schon einmal Currywurst bestellt“). Diese Art von Unterhaltung bietet „CSI: Miami“ den wenigsten. Ha!

    2. Du kannst Dialekte.
    Schwäbisch, Platt-Deutsch, Bayerisch, Sächsisch, Schweizer-Deutsch … Deine Möglichkeiten sind hier schier unerschöpflich. Dialekte haben humoristisches Potenzial, können Figuren charakterisieren und verleihen Dir Authentizität und Vielschichtigkeit. „Dr. Knechtelsdorfer“ ohne Wiener Schmäh? Langweilig! Der „Bulle von Tölz“ im astreinen Hochdeutsch? Undenkbar! Von teilweise erschütternden Synchronisationen englisch-sprachiger Serien will ich gar nicht erst anfangen … Und ehrlich: Wer versteht im Original schon wirklich sämtliche Krankheitsbilder bei „Dr. House“ ? Eben.

    3. Du bist gesellig.
    Gemütliche Serienabende unter Freunden sind mit den amerikanischen Serien aus der Mode gekommen. Heute hat der eine die Staffel schon im Internet gesehen, die andere während ihres USA-Aufenthalts und der dritte auf DVD. Du hingegen bist anfangs immer neu und dadurch ein Event. Also ab mit den Kritikern in die Kneipe, in großer Runde den neuen „Tatort“ gucken. Oder ins Wohnzimmer der besten Freundin, zum gemeinsamen „Dr. Meier“ -Anschmachten. Macht doch viel mehr Spaß zusammen.

    4. Du hast Stars zum Anfassen.
    Vielleicht sind die deutschen Schauspieler weniger glamourös, als ihre amerikanischen Pendants, dafür sind die Chancen auch größer, einem Serienstar auf der Straße zu begegnen. „Lolle“ an der Supermarktkasse, „Danni Lowinski“ bei H&M oder „Jo Gerner“ in der Kneipe nebenan – die Wahrscheinlichkeit ist zumindest höher, als Alexander Skarsgård beim Arzt zu treffen. Okay, okay: Natürlich würdest auch Du Dich über einen Gastauftritt von Zach Braff freuen. Aber „Stromberg“ und „Pastewka“ sind auch ziemlich witzig.

    Also, liebe deutsche Serie, ganz so schlecht ist es nicht um Dich bestellt. Mehr Selbstbewusstsein, bitte! Dann klappt’s auch mit den Zuschauern.

    Herzliche Grüße
    Deine
    Sarah von Gala.de

    Heute Abend starten auf Sat1 die beiden hauseigenen Serien „Danni Lowinski“ und „Der letzte Bulle“ in die zweite Staffel – schaltet ihr ein? Welche deutschen Serien mögt ihr? Oder schaltet ihr aus, sobald der Berliner Fernsehturm im Bild zu sehen ist?

    gepostet von
    sarah


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    März
    14