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    Beruf: Recycling-Star

    Vorabend-Liebhaberin Kathrin macht sich heute mal verbal Luft – und fordert mehr Durchhaltevermögen von Soapdarstellern

    Ich liebe Soaps. Das sag ich ganz offen, auch wenn mir meine Leidenschaft mit Anfang Zwanzig gerne einmal den einen oder anderen verständnislosen Spruch einbringt. Liebe, Triebe und nicht selten Hiebe werden zu einem erzählerischen Gesamtkunstwerk verwoben, durch das selbst Drehbuchautoren manchmal nicht mehr durchsteigen. Unter meinen Freunden herrscht Einigkeit: Das ist Teeniekram.

    Eines meiner liebsten Diskussionsthemen: Soapdarsteller. Ob “Alles was zählt”, “Hand aufs Herz”, “Verbotene Liebe” oder “Rote Rosen”: Mir gefallen unsere deutschen Soap-Stars. Doch leider erreicht kaum eine Serienbesetzung die Haltbarkeitsdauer einer Tütensuppe. Alle paar Wochen kommen und gehen Charaktere, werden Darsteller ersetzt oder tauchen urplötzlich nach monatelanger Abwesenheit wieder auf.

    Bestes Beispiel: Nina Bott alias “Cora Hinze” alias “Celine Laffort” alias “Julia Mendes”. Acht Jahre lang freute ich mich darauf, um 19.40 Uhr bei “Gute Zeichen, Schlechte Zeiten” ihre Liebschaften mit Nico und Leon, Entführungen und Auswanderungspläne mitzuverfolgen. Welch Entsetzen und  Verwirrung, als “meine” Cora bei “Alles was zählt” plötzlich die Mutter von Ingos Kind, Ehefrau von Maximilan von Altenburg und Geliebte von Richard Steinkamp wurde. Dass sie Deutschland letztendlich mit dem ebenfalls GZSZ-recycelten Oliver Sommer (Norman Kalle) verließ, überraschte mich wenig.

    Achja, das waren noch Zeiten. Nina Bott war für mich immer die nette GZSZ-Cora - und das wird sie auch bleiben.

    Das kurze “Verbotene Liebe”-Intermezzo von Frau Bott konnte ich schließlich erfolgreich ignorieren. Sie ist und bleibt für mich einfach Cora – schnurzpiepegal, welche Soap als nächstes auf ihrer Agenda steht.

    Wie seht ihr das: Nervt es euch, ständig die gleichen Gesichter zu sehen? Kauft ihr den Darstellern ihre neuen Rollen überhaupt noch ab?

    gepostet von
    admin


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    Dezember
    2

    Der tägliche Serien-Wahnsinn

    Was ist eigentlich mit den Daily Soaps und Telenovelas im deutschen Fernsehen momentan los? Gerade tut sich da mal wieder so einiges: Susan Sideropoulos steigt tatsächlich nach zehn Jahren als nervige Blondine “Verena Koch” bei “GZSZ” aus, der amtierende Dschungelkönig Peer Kusmagk bei “Hand aufs Herz” ein und “Verbotene Liebe” wird zur Telenovela (mit Drehort auf Mallorca, haha!).

    Dafür flimmert der Dauerbrenner “Marienhof” nächste Woche (15. Juni) zum allerletzten Mal über die Bildschirme (habt ihr das noch geschaut?).

    Mehr Pink geht nicht: Jeannette Biedermann ist trotzdem bei den Telenovela-Fans beliebt.

    Am Samstag gab’s außerdem die erste deutsche “Soap Award”-Verleihung. “Anna und die Liebe” gehörte mit fünf Preisen zum großen Abräumer. Ich war schon etwas überrascht – oder hattet ihr Jeannette Biedermann noch auf dem Zettel? Anscheinend läuft ihr Serien-Comeback dort ganz gut – abholen wollte sie sich den Preis als “Beste Darstellerin Telenovela” aber nicht persönlich.

    Ich hab schon längst den Überblick über die ganzen Annas, Lenas, Biancas, Lisas etc. verloren. Trotzdem muss ich zugeben: Mein Samstagmorgen startet – zumindest bei Regenwetter – gelegentlich mit den Wiederholungen der “GZSZ”-Woche… Und während der Prüfungszeit an der Uni gab es kaum eine bessere Ablenkung, als 45 Minuten “Sturm der Liebe” nachmittags: Laura ist schwanger von ihrem Halbbruder, der gar nicht ihr Halbbruder war und außerdem mit einer anderen verheiratet und mit dem Portier verwandt ist, plus die minutenlangen Einstellungen von den bayerischen Voralpen – da konnte man getrost kurz wegnicken. So ähnlich wie nachts bei Bob Ross.

    Raul Richter von "GZSZ" wurde zum besten Darsteller einer Daily Soap gewählt.

    Aber so richtig bewusst dazu einschalten? Bei der inzwischen wirklich großen Auswahl an gutgemachten Serien, wirken die täglichen Sendungen wie kleine verrückte Stiefgeschwister der großen “Staffel”-Schwester. Und in den USA sieht es nicht anders aus – ich denke da an “Reich und schön” oder “Zeit der Sehnsucht”…

    Trotzdem: Ganz aussterben werden die Telenovelas und Daily Soaps wohl nie. Und das ist auch gut so, denn wie könnten wir sonst so schön fernsehen ohne fernzusehen?

    Einschalten oder abschalten? Schaut ihr noch Soaps und Telenovelas?

    gepostet von
    sarah


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    Juni
    8

    Der Nächste, bitte!

    Bei “Two and a Half Men” ist Ende letzter Woche endlich das Besetzungskarussell zum Stillstand gekommen: Ashton Kutcher wird für Skandalnudel Charlie Sheen einspringen. Doch keine Angst, Kutcher soll immerhin seine eigene Rolle bekommen und nicht etwa als verjüngter “Charlie Harper” auftreten… Wäre ja keine Seltenheit im Seriengeschäft, man denke nur an die zahlreichen Soap-Figuren, die immer wieder von neuen Darstellern verkörpert werden (Henning von Anstetten wurde bei “Verbotene Liebe” gefühlt bestimmt zehn Mal ausgetauscht…).

    Charlie Sheen wird ersetzt: Der smarte Ashton Kutcher soll neuen Schwung in "Two and a Half Men" bringen.

    Aber: Muss das wirklich sein? Wieso kein klarer Schlussstrich, anstatt ewig ein halbherziges: “Der Nächste, bitte!”? Im Fall von “Two and a Half Men” glaube ich sogar, dass Ashton Kutcher eigentlich keine schlechte Wahl ist: Er ist beliebt (6 Millionen Twitter-Follower), hat Serien-Erfahrung (“Die wilden 70er”) und kennt sich aus mit Humorsendungen (“Punk’d”).

    Trotzdem ist es ein undankbarer Job: Charlie Sheen hat “Two and a Half Men” immerhin acht Jahre lang geprägt -  hätte Ashton Kutcher nicht eine eigene Serie verdient? Zu so einem späten Zeitpunkt sollte eigentlich ein würdiger Abschluss drin sein. Vielleicht wird es “Two and a Half Men” wie “Scrubs” ergehen: Auch hier wollten die Produzenten unbedingt eine neunte Staffel mit neuen Darstellern dranhängen. Der Versuch scheiterte trotz Gastauftritte der Stamm-Darsteller kläglich.

    Das sind die "Scrubs"-Originale und das soll auch bitte so bleiben!

    Drücken wir Ashton also die Daumen, dass er mehr Glück hat. Denn es gibt immer wieder Überraschungen: Ich hätte zum Beispiel “Charmed” nach dem Ausstieg von Shannon Doherty (“Prue Halliwell”) keine Chance mehr eingeräumt. Mit Rose McGowan und dem neuen Charakter “Paige Matthews” lief die Fantasy-Serie aber noch fünf Staffeln lang erfolgreich weiter.

    Übrigens: Charlie Sheen konnte es natürlich nicht lassen, und stichelte gleich gegen die Neuauflage seiner Erfolgsserie. Denn er weiß aus eigener Erfahrung, dass man es als Neuzugang schwer hat: Nachdem Sheen im Jahr 2000 Michael J. Fox in “Chaos City” abgelöst hatte, lief die Sitcom nur noch zwei Staffeln weiter. Tja, so schließt sich der Kreis.

    Was haltet ihr von neuen Hauptdarstellern? Sollte die Serien dann nicht besser abgesetzt werden? Und: Wird Kutcher es schaffen, “Two and a Half Men” seinen Stempel aufzudrücken?

    gepostet von
    sarah


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    Mai
    16