Chanel „No. 5“ live
Wenn Stars wie Vanessa Paradis, Audrey Tautou und Carole Bouquet zu einer Vernissage strömen, wie Boote an die französische Seine, dann weiß man: Es muss eine Ikone geladen haben. In diesem Fall: „Chanel No. 5“.
Wie muss man sich eine typische Chanel-Ausstellung vorstellen? Wie eine Armada aus Models und Schauspielerinnen in schwarzen Tweed-Jäckchen, Kostümen, Perlenketten und Kamelien-Broschen. In High-Heels-Geschwindigkeit schieben sich die 400 Gäste (allerdings ohne die Anwesenheit von Karl Lagerfeld), unter ihnen Fotografen und Fernseh-Teams, durch die helle und schlicht gehaltene Ausstellung im imposanten Pariser Palais de Tokyo. In Plexiglas-Vitrinen findet sich die gesamte Geschichte rund um den legendären Duft, der 1921 von Coco Chanel zum Leben erweckt wurde und den sie als „ein Parfum mit dem Geruch einer Frau“ beschrieb.

Die schönsten Gäste des Abends: Audrey Tautou, Carole Bouquet und Vanessa Paradis waren alle bereits als Botschafterinnen des Duftklassikers tätig.
Zwischen den transparenten Vitrinen suchen die Fotografen und Fernseh-Teams ihre Motive: das schwedische Model Sigrid Agren (21) beim Small-Talk („Der Duft ist meine größte Inspiration!“), Schauspielerin Estella Warren (34) beim Turteln mit ihrem Freund und Filmproduzent Alain Terzian (64) beim interessierten Rundgang. Das wohl beliebteste Must-Have an diesem Abend: Sängerin Vanessa Paradis (40). Um 20 Uhr betritt sie das Palais und posed für die Fotografen in ihrem Chanel-Vintage-Haute Couture Outfit mit einer Attitüde, wie Kate Moss es (fast) nicht besser hätte machen können. Sie wirkt entspannt, gut gelaunt, wirft ihre Undone-Mähne immer wieder very french über die Schultern, während ihre rot lackierten Finger ihre Chanel Clutch greifen. Dann schaut sie sich interessiert die Ausstellung an, lässt sich alles genauestens erklären und zeigen.
Von den ersten Verpackungen mit dem Doppel C, Andy Warhols mehrfarbigem Flakon-Porträt bis hin zur bekannten „No. 5“-Glitzer-Kette, die Nicole Kidman 2004 in dem Werbe-Spot trug – alle Requisiten rund um die ikonisch-schlichte Flasche und ihrer Gründerin sind in dieser „No. 5 Culture Chanel“-Ausstellung zu bewundern. Auch Briefe von Coco Chanel an Picasso, Dada-Objekte, Partituren, Gemälde und Zeichnungen gibt es noch bis zum 5. Juni 2013 zu sehen.
Als ich Vanessa Paradis später frage, wie es ihr geht, antwortet sie gelassen: „Fantastic! Es könnte nicht besser sein!“ Im Herbst geht sie mit ihrem neuen Album „Love Songs“ auf Tour, wie sie uns stolz erzählt. Audrey Tautou, die derweil im Eiltempo durch die Ausstellung gehuscht ist, sitzt schon längst in der Mitte der insgesamt drei großen Dinner-Tafeln neben Schauspieler und „Chanel Le Bleu“-Gesicht Gaspard Ulliel. Unheimlich chic, in weißer V-förmiger Jabot-Bluse mit „Black jacket“, genießt sie das exquisite Essen der Sterne-Köchin Anne-Sophie Pic, trinkt Rotwein und raucht. War nicht auch in Frankreich Rauchverbot in allen Lokalen? Egal! Schnell macht es ihr dann auch Vanessa Paradis nach und zündet sich einen Glimmstängel an. Kurz vor Mitternacht entschwinden dann beide in die Pariser Nacht.
Ein Beauty-Abend mit Amüsement par excellence – ladylike, sexy und eben immer ein bisschen verrucht!
Britta























