Es ist der aktuell beliebteste Nailart-Trend: Caviar Manicure. Kleine bunte Kügelchen, die direkt auf den noch feuchten Lack gestreut und so dauerhaft fixiert werden. Klingt kompliziert, unpraktisch oder kindisch? Dachte ich zunächst auch. Doch dann habe ich anhand von drei verschiedenen Produkten den Trend selbst getestet. Meine Erfahrungen, Tipps und Beweisfotos findet ihr hier.

Folgende drei Produkte gingen ins Rennen (von links): “Nail Art Decoration Kit” von Essence, “Caviar Minibar” von Ciaté (erhältlich über QVC) und “Nail Caviar Manucure Microperle” von Nail Rock.

So sehen die Sets im Detail aus.
Zunächst einmal sei allen Zweiflern gesagt: Man muss nicht viel Geld ausgeben, um sich in Eigenregie coole Nägel zu zaubern. Günstige Varianten gibt es schon für zwei Euro im Drogeriemarkt, und wie so häufig bei Nagellacken spiegelt der Preis nicht immer die Qualität wider. Bewaffnet mit einer kleinen Auffangschüssel, viel Geduld und einer ruhigen Hand nehme ich an meiner Arbeitsfläche (Schreibtisch) Platz. Wie gewohnt lackiert man zunächst alle Nägel sorgfältig mit einem schützenden Base Coat und danach mit der ersten dünnen Schicht Farblack. Ich habe mich für ein buntes Durcheinander aller verfügbaren Farben entschieden, was bei Freunden und Sitznachbarn im Bus bereits für viele positive Kommentare sorgte.
Wenn die erste Farbschicht leicht angetrocknet ist, wird eine zweite, ebenfalls sehr dünn aufgetragen. Ein Profi riet mir einst in New York, beide Lagen zügig nacheinander aufzupinseln, da sich so beide Schichten besser miteinander verbinden und länger halten. Ein Tipp, den ich seitdem strikt befolge. Direkt nach dem Auftragen der zweiten Farbschicht werden dann die kleinen Kügelchen auf den Nagel gestreut. Der Einfachheit halber wähle ich die “Kipp das kleine Fläschchen einfach aus”-Variante, was dank der Auffangschüssel unter meiner Hand aber überhaupt kein Problem darstellt. Wichtig ist im Anschluss lediglich der Einsatz eines kleinen Trichters, damit alle übrig gebliebenen Kügelchen wieder easy zurückgefüllt werden können.
Nach ca. 15-20 Minuten empfohlener Wartezeit mache ich den ersten Tatsch-Test: Hält alles ziemlich gut. Um auf Nummer sicher zu gehen, trage ich dennoch eine großzügige Schicht Top Coat von OPI auf und bin von dem Ergebnis restlos begeistert. Zwei Duschgänge inklusive Haare waschen, eine große Putzaktion und nun mehr drei Tage intensives Tippen am Computer haben meine Kaviar-Nägel nahezu unbeschadet überstanden. Auf dem folgenden Bild seht ihr sie direkt nach dem Auftragen am Samstagnachmittag (links) und an Tag 3 des Versuchs (rechts).

Und es hält und hält und hält…meinen Daumen habe ich mit dem Produkt von Nail Rock lackiert, die restlichen Finger verdanken ihren Look der ” Caviar Minibar” von Ciaté.
Für die Verzierung meiner rechten Hand musste ich schließlich doch noch auf die Hilfe meiner Kollegin zurückgreifen. Um einen tollen Disco-Look zu kreieren, haben wir das silberne “Decoration Kit” von Essence getestet. Statt Kügelchen werden dabei Glitzerpartikel mit einem schmalen Schaschlikspieß oder einer Pinzette platziert – oder wie bereits zuvor beschrieben einfach über den noch feuchten Lack geschüttet. Eine schützende Schicht Top Coat ist hier allerdings besonders wichtig. Ich habe als Untergrund die Nuance “You look amazing” von Anny gewählt, da der neutrale und edle Champagnerton die Steinchen besonders strahlen lässt. Zum Test wählten wir mittelgroße silberne Glanzpartikel, das Set enthält insgesamt fünf verschiedene Variationen.

Mein Glitzernagel kam in der Redaktion richtig gut an. Für die nächste Party wird das auf jeden Fall mein Musthave.
Hat man sich an seinen Kaviar-Nägeln satt gesehen oder sollten sich doch einige Kügelchen mit der Zeit verabschiedet haben, so kommt hier noch der ultimative Weg-damit-Tipp: Statt eines normalen Wattepads, welches leider viel zu schnell fusselt und sich an den Perlen verfängt, eignet sich ein mit Nagellackentferner getränktes Stück Filz (z. B. aus dem Bastelgeschäft) ganz hervorragend zum Lösung des kleinen Kunstwerks.